Deutschland-Cup Zusammenfassung

Da spielen die Deutschen gegen die Schweiz und augerechnet ein Kanadier schießt den Siegtreffer für die Eidgenossen.

Denn dank der seltsamen Eishockeyregeln, die besagen, dass die Spieler in ihrer Karriere auch für mehrere Nationalmannschaften spielen dürfen, kommt es immer mehr dazu, dass eigentlich nur noch kanadische B-Truppen aufeinandertreffen.

Ob es eben Will Trew oder Richard Mueller bei Deutschland sind oder Ryan Gardner bei der Schweiz.

Ziemlich arme Entwicklung.

Doch zum Spiel:

Zwar versuchte die deutsche Nationalmannschaft zu Beginn des Spiels mit physischem Spiel ihre technischen Defizite auszugleichen, doch die Schweizer starteten insgesamt besser in die Partie.

Immer wieder kam das Team von Ralph Krueger gefährlich vors Tor, doch Dimitri Pätzold hielt den Spielstand auch nach zwei gespielten Dritteln bei einem etwas schmeichelhaften 0-0 Gleichstand.

Erst zu Beginn des letzte Drittels konnte dann eben Ryan Gardner eine Überzahlsituation nutzen.

Gardner, in Toronto geboren und bereits seit zwölf Jahren in der National League A aktiv, erzielte die verdiente Führung für die Schweiz. Von Martin Höhener, der beim Schussversuch den Puck nicht richtig traf und von Dimitri Pätzold rutschte der Puck eher zufällig Gardner auf den Stock, der das offene Tor gar nicht mehr verfehlen konnte.

Und da die Deutschen es in der Folge auch nicht mehr schafften auch nur halbwegs gefährlich vor Genoni aufzutauchen blieb es bei diesem mageren Ergebnis.

Sebstian Osterloh fehlte nach dem Spiel trotzdem die Einsicht darüber, dass die Schweiz die bessere Mannschaft war:

“Es war klar, das irgendein billiges Tor entscheiden würde. Leider fiel es für die Schweizer.”

Das muss der Spieler, der für den Gegentreffer mitverantwortlich war wohl auch sagen.

Gestern ging es dann gegen die Slowakei und das Team von Uwe Krupp konnte sich für die Auftaktniederlage revangieren.

Wolf, der starke Gogulla, Hackert und wieder zwei Mal Richard Mueller zeigten eine verbesserte Vorstellung und besiegten die schwachen Slowaken gerechterweise.

Gut gestartet sind auch die Favouriten aus Kanada. Nach dem 5-2 Auftakerfolg über die Slowaken feierte Jamie Storr im Kanada-Tor gestern gegen die Schweiz einen Shut-Out. Beim 3-0 erzielten die DEL-Spieler Biron, Papineau und Derek Hahn die Treffer für ihre Ahornblätter.

Damit stehen die Deutschen erfreulicherweise doch noch im Finale des diesjährigen Deutschland Cups und treffen auf die Kanadier. Die Slowakei und der Titelverteidiger aus der Schweiz spielen nur noch um die Ehre.

Allerdings halte ich einen Sieg heute im Finale eher für unrealistisch. Auch wenn die Deutschen sicherlich einen Schritt nach vorne gemacht haben, sind die DEL-Kanadier noch eine Nummer zu groß.

Ach, um nochmal auf das Thema “Weltrekord” zu sprechen zu kommen: Freitag in Mannheim wollten 6.953 Fans das Spiel ihres Landes gegen die Schweiz sehen. Gestern waren es ganze 6.200.

Da fehlen dann doch noch ein paar Männchen um die Arena auf Schalke zu füllen ;-)

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