Hamburg kämpft

Viele Experten hatten die Playoffs für die Hamburg Freezers schon abgeschrieben. Doch anscheinend hat die Mannschaft mit ihrem neuen Trainer Paul Gardner und durch die Rückkehr von Kapitän Alex Barta noch einmal neues Selbstbewusstsein getankt und kämpft jetzt um die Pre-Playoff-Plätze.

In den vergangenen sechs Spielen mussten sich die Freezers nur dem Meister aus Berlin mit 2-4 geschlagen geben und gestern gab es gegen den Spitzenreiter aus Hannover mit 9-3 einen deutlichen Erfolg, der die Hamburger in der Tabellen mittlerweile auf den zehnten Rang gebracht hat.

Die Freezers haben es anscheinend erkannt, was es benötigt um noch in den Playoffs zu spielen. Und das musste auch Hans Zach etwas verärgert nach dem Spiel anerkennen:

“Man muss neidlos anerkennen, dass Hamburg sehr, sehr gut gespielt hat und über 60 Minuten besser war. Sie waren einfach bissiger und zielstrebiger als wir. Hamburg hat sich jedes Tor verdient.“

Gestern konnten sich die Hamburger zu grossen Teilen bei ihrem Stürmer Richie Mueller bedanken.

Die Hamburger waren von Beginn an wach und nahmen den Kampf gegen Hannover an. Und genau das ersaunte die Scorpions, die sich die Punkte im hohen Norden wohl schon auf das Haben-Konto geschrieben hatten.

“Das hatten wir so nicht erwartet.”

musste Sascha Goc nach dem Spiel gestehen.Nachdem Fortier bereits nach 37 Sekunden das 1-0 erzielte hatte, Travis Brigley in der vierten Spielminute das 2-0 nachlegte und Aris Brimanis nur zwei Minuten später den Anschluss für die Scorpions erzielte, tat sich bis zum Ende des Startabschnitt erstmal gar nichts mehr.

Doch dann nahm sich Mueller kurz vor Ende gleich zwei Mal die Scheibe und schickte sie ins gegnerische Tor. Nur wegen dem Deutsch-Kanadier gingen die Freezers mit einem noch etwas glücklichen 4-1 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel war das Spiel für Pätzold im Scorpions-Tor dann gelaufen und Alex Jung sollte seine Sache besser machen. Zu Beginn schien sich diese Massnahme auch auszuzahlen. Erst rettete der Deutsche gegen Morrison und nur vier Minuten später erzielte Klaus Kathan das 2-4.

Die Scorpions zeigten sich insgesamt verbessert, aber die Hamburger brachen dieses Mal nicht mehr ein, sondern stemmten sich mit allen Mitteln gegen die verbesserten Gäste. Noch vor dem Schlussdrittel erzielten Fortier und Morrison die wichtigen Tore zur 6-2 Führung und entschieden das Spiel damit.

Auch im letzten Drittel waren es erst wieder die Freezers, die durch Clarke Wilm den nächsten Treffer nachlegten. Zwar erzielte  Eric Schneider noch ein Tor für den Tabellenführer, doch Andy Delmore und zum goldenen Abschluss nochmal Richie Mueller in Unterzahl machten das Ergebniss für die Scorpions zur Demontage.

Jedoch ging auch die Höhe des Sieges letztendlich in Ordnung. Hannover war einfach zu schwach für gestern überzeugenden Freezers.

“So müssen wir in den letzten acht Spielen weitermachen”

sagte Paul Gardner nach dem Spiel und bläst damit zur Attacke die Pre-Playoffs.

Für die Scorpions war es die höchste Saisonniederlage, doch das Team von Hans Zach liegt weiterhin sicher mit sieben Punkten Vorsprung auf die Eisbären Berlin auf dem ersten Platz. Die Hamburger haben es da schon spannender gemacht und konnten dank der 5-8 Niederlage der Iserlohn Roosters gegen die Krefeld Pinguine den wichtigen zehnten Platz erkämpfen.

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