Autsch!

Den 9-5 Sieg seiner Eisbären Berlin über Iserlohn wird Stefan Ustorf sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Dabei genügt dem Kapitän der Eisbären schon der morgentliche Blick in den Spiegel.

Denn nach einem strammen Schuss von Rooster Michel Wolf warf sich Ustorf in die Scheibe und bekam den Puck genau ins Gesicht*. Und anscheinend hatte Wolf ganz genau gezielt. Nach der Begegnung von Gesicht und Puck fehlten dem Deutschen ganze sechs Zähne und zudem war der Kiefer von Ustorf gebrochen.

Der Hockeyweb-Fotograf hatte dabei ein gutes Timing und hat den Einschlag* nur um wenige Zentimeter verfehlt.

Der Stürmerr wurde gestern Abend noch umgehend operiert und kann sich jetzt über mehrere Platten in seinem Kiefer freuen, damit er den Eisbären nicht zu lange fehlt – auch im Hinblick auf die nahenden Playoffs. Dann dürfte einem Einsatz mit einem Gesichtsschutz sicherlich nichts mehr im Wege stehen.

Von Frust oder Verzweiflung ist Ustorf selber allerdings weit entfernt. Noch von seinem Krankenbett schaute der Stürmer in die Zukunft und wirkt dabei irgendwie voller Tatendrang:

“Drei bis vier Tage muss ich noch im Krankenhaus bleiben. Danach braucht der Knochen wohl sechs Wochen bis er verheilt. Zur zweiten Play-off-Runde bin ich wieder dabei.”

Anders sieht Don Jackson die Situation um seinen Assistenzkapitän, doch auch der Kanadier blickt hoffnungsvoll in die Zukunft:

“Diese Verletzung trifft uns hart. Stefan ist das Herz der Mannschaft. Aber er ist ein harter Spieler. Es würde mich nicht wundern, wenn er schon in den nächsten Spielen wieder aufläuft.”

Ich bin mir sicher, dass Ustorf schon bald wieder auf dem Eis stehen wird und sich auch nach dieser Verletzung wieder in jeden Schuss werfen wird. Der “Hooligan“.

Aber von dieser Stelle natürlich eine gute und schnelle Genesung nach Berlin. Man sieht sich in den Playoffs!

* Menschen mit schwachen Nerven sollte sich die Bilder nicht unbedingt anschauen ;-)

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