Olympischer Kurzbesuch?

Seit einigen Minuten ist das Qualifikations-Turnier in Hannover für die Olympischen Spiele endgültig Geschichte und die deutsche Eishochey-Nationalmannschaft hat auch im letzten der drei Spiele eine weisse Weste bewahrt. Das DEB-Team setzte sich mit 2-1 jedoch nur knapp gegen Slowenien durch.

Einzig im zweiten Drittel zeigte sich die Mannschaft von Uwe Krupp überlegen und rechtfertige den knappen Erfolg.

Zwar waren die Adler-Träger bereits im ersten Drittel durch einen Sonntagsschuss von Michael Hackert in Führung gegangen, doch eigentlich hätte keine der beiden Mannschaften ein Tor verdient gehabt. So fand aber wenigstens die Scheibe von Hackert in der 13. Minute genau den Weg in den Torwinkel.

Im Mittelabschnitt zeigten sich die Deutschen dann etwas verbessert und Zweitligaspieler Travis James Mulock hatte völlig frei vor dem Tor keine Probleme die Scheibe zum 2-0 zu versenken. Der Anschlusstreffer der Slowenen kam dann etwas unerwartet. In einer Drangphase der Gastgeber im letzten Drittel netzte Ales Music die Scheibe in bester Fussball-Manier mit dem Schlittschuh und sorgte somit wenigstens für ein bisschen Spannung. Jedoch änderte sich die Anzeige bis zum Schlusspfiff nicht mehr

Der wichtigste Spieler der Partie war neben den Toschützen Hackert und Mulock der junge Dennis Endras. Besonders kurz vor Schluss der Partie, als die Slowenen auf einen möglichen Ausgleich drängten, entschräfte der junge Schlussmann der Augsburger Panther einen Schuss nach dem anderen und wurde nach dem Spiel zurecht als bester deutscher Akteur der Partie ausgezeichnet.

Im Anschluss an das Spiel wurde dann auch gleich noch die “Top Three” des Turniers bestimmt, in die es mit Goalie Dimitri Pätzold und Stürmer John Tripp gleich zwei DEB-Spieler schafften. Der beste Verteidiger der Qualifikation ist Andre Lakos aus Österreich.

Doch was wird die deutsche Auswahl im nächsten Jahr in Vancouver wirklich erwarten? Wie stehen die Chancen?

Natürlich sehr schlecht! Die NHL legt extra eine kleine Pause für Olypia ein und alle Superstars werden den kurzen Weg nach Kanada antreten um ihre Nationen tatkräftig zu unterstüzen.

Natürlich profitierr davon auch das deutsche Team, denn mit Marcel Goc, Christian Ehrhoff, Jochen Hecht oder Marco Sturm hat der DEB seine besten Spieler ebenfalls in der NHL. Aber dieses Glück haben auch die deutschen Gegner.

Und in einer Gruppe mit den Deutschen befinden sich mit Schweden, Finnland und Weissrussland gleich drei Brocken, die der DEB bezwingen müssten.

Da sind zum einen die Schweden, Vierter der letztjährigen Weltmeisterschaft in Kanada, und mit Spielern wie Henrik Zetterberg, Johan Franzen, Daniel Alfredsson, Mattias Weinhandl oder Mats Sundin bis unters Dach mit Superstars besetzt.

Und auch die Finnen, Dritter der WM 2008, haben mit den Koivus, Valtteri Filppula, Olli und Jussi Jokinen, Ville Nieminen, Jarkko Ruutu oder Teemu Selänne ein paar Jungs dabei, die wissen wie man Eishockey spielt.

Die Weissrussen könnten die einzige Aufgabe auf Augenhöhe mit den Deutschen sein.

Es wird also höchstwahrscheinlich ein Kurzurlaub für das DEB-Team werden. Aber wie heisst es doch so schön? – “Dabei sein ist alles!

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