Auf der Suche nach dem Rückhalt
Die Kölner Haie haben ihre Horrorsaison endlich hinter sich gebracht und stehen nun vor der schweren Aufgabe ein neues, schlagkräftiges Team für die kommende Spielzeit auf die Beine zu stellen.
Eine der Schwachstellen scheint in Köln bereits gefunden zu sein. Nach der schweren Erkrankung von Robert Müller spielte der KEC den Grossteil der Saison mit dem Duo Doyle/Horneber. Zwar machten beide einen guten Job, jedoch konnte weder Frank Doyle noch er junge Horneber mal ein Spiel im Alleingang entscheiden. Das war in den vergangenen Jahren mit Chris Rogles, Robert Müller oder Travis Scott in Köln nie der Fall.
Doch die Suche nach dem neuen Torhüter läuft bereits auf Hochtouren. Und dabei tauchen zwei grosse Namen immer wieder auf.
Thomas Greis
Der 23-jährige Kölner spielte zuletzt in der Saison 2005/2006 für die Haie und emfahl sich mit seinen guten Leistungen für die AHL. Greis wechselte nach San José, konnte sich gegen die starke Konkurrenz in der NHL jedoch bisher nicht durchsetzen und spielt seitdem bei den Worcester Sharks, dem Farmteam von San José.
Dort bestritt der Goalie in dieser Saison 40 Spiele, steht in der Torhüter-Statistik allerdings nur auf dem 27. Rang.
Der Vertrag des ehemaligen KEC-Torwarts läuft nach dieser Saison aus und vielleicht will der Deutsche sein Glück ja wieder bei seinem Heimatverein suchen um sich erneut für die beste Liga der Welt empfehlen zu können. Einen erneuten Sprung von Worcester nach San José scheint im Moment sehr unwahrscheinlich. Mit Evgeni Nabokov und Brian Boucher sind die Sharks derzeit gut ausgestattet.
Travis Scott
Noch ein alter Bekannter!
Scott spielte vergangene Saison noch in Köln und dominierte die Statistiken, ähnlich wie Freddy Brathwaite in dieser Saison, nach Belieben. Der Kanadier war mit einem Gegentorschnitt von 2.19 Treffern pro Partie und drei Shut-Outs in seinen 27 Spielen das Non-Plus-Ultra der DEL-Goalies.
Doch dann wedelten die Russen mit den Geldscheinen und Scott, der vor Saison noch so froh war, nicht mehr in Russland spielen zu müssen, wechselte wieder in die KHL. Jedoch konnte er dort nicht an seine guten Leistungen in Deutschland anknüpfen und wechselte kurz vor Weihnachten nach Österreich zum KAC Klagenfurt.
Mittlerweile führt Scott mit einer Fangquote von 93.39 Prozent auch dort die Torhüter-Statistik an, aber sein Vertrag läuft nach der Saison aus. Für Klagenfurt wird der Goalie dann nicht mehr zu bezahlen sein.
“Eine weitere Saison könnten wir uns Scott auch gar nicht leisten.”
muss auch KAC-Manager Oliver Pilloni zugeben.
Immerhin streicht Scott für seinen dreimonatige Aufenthalt in Österreich mal eben 70.000 Euro ein. Daher ist ein Abschied so gut wie sicher und ein Wechsel in die DEL scheint immer wahrscheinlicher. Und wenn man Pilloni fragt, wohin sein Torhüter in der kommenden wechseln könnte, dann lautet die Antwort:
“Vielleicht zu Köln.”
Zwar dürften weder Greis, noch Scott “Low-Budget-Lösungen” für den KEC sein, jedoch hätte man in jedem Fall wieder einen sicheren Rückhalt. Und wofür gibt es schliesslich die neue Investoren-Gruppe. Die können ja ruhig mal ein bisschen in die Tasche greifen um einen starken Torhüter in die Domstadt zu locken. Dann klappt auch mit den Playoffs
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„Zwar dürften weder Greis, noch Scott “Low-Budget-Lösungen” für den KEC sein, jedoch hätte man in jedem Fall wieder einen sicheren Rückhalt. Und wofür gibt es schliesslich die neue Investoren-Gruppe.“
Erstmal muss ich sagen, dass die Investoren natürlich nicht nur ihr Geld da reinstecken und darauf hoffen, dass es auch gut genutzt wird, sondern sie möchten natürlich auch Ergebnisse sehen. Ob mit dieser Entscheidung das wirklich der Fall ist bin ich mir noch nicht sicher. Ich glaube, da fehlt dann doch noch etwas mehr. Da muss man von Grund auf was ändern.