Die fetten Jahre sind vorbei
Ja, das bekommt in dieser Zeit auch besonders die DEL zu spüren.
Während Real Madrid oder Manchester City im Fussball das Geld aus dem Fenster schmeissen, was ihnen gar nicht gehört, müssen die Eishockeyvereine in Deutschland derzeit jeden Cent umdrehen und zusehen, dass sie die nötigen Finanzen für ihre DEL-Lizenz zusammenkratzen.
Wie die ehrliche Finanzaufstellung der Iserlohn Roosters beweist, haben sicherlich auch die meisten anderen DEL-Klubs im vergangenen Jahr einen Verlust einfahren müssen. Und dabei sind die knapp 32.500 Miesen aus Iserlohn sicherlich noch nicht die höchsten Verluste der Liga.
Denn wie die HNA herausgefunden hat, mussten gleich drei DEL-Vereine im Lizenzsierungsverfahren für die anstehende Saison nachsitzen und bessere Zahlen präsentieren.
Das waren zum einen die Kölner Haie, denen nach ihrer Katastrophen-Saison und ohne die finanzielle Hilfe vom netten Herrn Göttsch das Wasser bis zum Halse stand. Also beantragte man bei den Haien einfach Kurzarbeit. Man spielte ja immerhin im März und April nicht mehr, als die Playoffs in vollem Gange waren.
Der zweite Klub, der nochmal zur Prüfung antanzen musste, sind die Nürnberg Ice Tigers. Dabei sollte man sich in Nürnberg doch freuen, nach der überstandenen Insolvenz überhaupt noch in der DEL vertreten zu sein.
Aber welcher ist der dritte Klub, der seine Finanzen für eine Lizenz noch ein bisschen aufbessern musste?
Die Topfavoriten sind laut HNA die Krefeld Pinguine und die Hannover Scorpions.
Bei den Scorpions waren die Meldungen über die gekürzten Gehälter ja bekannt gewesen und die Pinguine stecken ja eh chronisch in Finanzproblemen – deswegen musste auch das teure Trainingslager in der Schweiz abgeblasen werden.
Die DEL will den Namen auf Anfrage natürlich auch lieber nicht bekannt geben:
“Wir werden keine Namen nennen. Nach ihrer Vorladung haben die Verantwortlichen der Klubs hart gearbeitet und in den letzten Tagen gut nachgebessert.”
Es scheint also dabei zu bleiben, dass alle Vereine der letzten Saison, minus der Duisburger Füchse, an den Start gehen werden. Wenn auch mit stark gekürzten Mitteln.
Und davon werden natürlich gerade die Vereine profitieren, die derzeit eh noch genug Geld zu Verfügung haben.
Hamburg und Berlin werden auch weiterhin auf die Anschütz-Millionen zählen können und auch SAP hat sicher noch den ein oder anderen Euro für die Adler Mannheim übrig.
Es könnte also auch in den kommenden Jahren so sein, dass der Meister noch einige Male aus Berlin kommt. Oder zwischendurch mal aus Mannheim.
Wir sollten uns also vielleicht schonmal auf weniger spannende Jahre in der DEL gefasst machen…
Danke übrigens an Robert, von dem ich mir die beiden Links gemopst habe.
Tags: DEL, Finanzprobleme

















Laut der Roosters-Übersicht macht aber “nur” der e.V. Verluste, die GmbH fährt durchaus Gewinn ein. Sogar so hoch, dass der Verlust des e.V. abgedeckt werden kann.
Zum Thema Kurzarbeit und Haie –> http://www.haieblog.de/?p=1167