Was wird aus Chris Taylor?
Da haben die Verantwortlichen der Frankfurt Lions sicherlich nicht schlecht aus der Wäsche geschaut, als sie in der vergangenen Woche lesen mussten, dass ihr Center Chris Taylor in den kommenden zwei Jahren für die Rochester Americans in der AHL spielen wird.
Taylor wurde bereits offiziell als Neuzugang bei seiner Ex-Mannschaft verkündet und das, obwohl er bei den Frankfurt Lions einen Vertrag hat. Noch ein Jahr. Bis 2010.
Aber anscheinend denkt Taylor gar nicht daran diesen Vertrag zu erfüllen.
In Rochester sagte der 37-jährige zum Amtsantritt bereits artig seine Sätze auf: Er sei sehr gespannt, wieder daheim zu spielen, seinem Verein zu helfen, die Familie freue sich sehr und er könne endlich wieder für den Verein spielen, den er liebt.
Die paar Minuten Pressekonferenz könnt ihr euch hier ansehen und ausserdem wird Taylor am heute um 6:40 Uhr amerikanischer Zeit einem Radiosender Rede und Antwort stehen.
Die Frage ist allerdings, was die Frankfurter jetzt machen.
Dwayne Norris, Lions-Manager, bleibt jedenfalls hart:
„Chris Taylor hat bei den Frankfurt Lions einen gültigen Vertrag für die kommende DEL-Saison. Wir haben eine Kündigung seinerseits erhalten, die wir jedoch nicht akzeptieren. Dies haben wir auch seinem Agenten und ihm mitgeteilt und erwarten Chris Taylor wie geplant am 29. Juli 2009 zum Trainingsauftakt und den medizinischen Tests in Frankfurt. Für den Fall, dass Chris Taylor nicht erscheint, behalten wir uns juristische Schritte vor.“
Richtig so. Kann ja nicht angehen, dass mittlerweile einfach jeder hin und her wechselt und Verträge anscheinend gar nichts mehr zählen.
Zwar ist der Verlust von Taylor für die Lions nicht weiter tragisch, aber ich bin mir sicher, dass Norris noch eine kleine Abfindung herausklagen will, damit sich die Hessen auch nach einem besseren und vor allem jüngeren Center umsehen können.
Aber da sollte sich der Manager beeilen. Trainingsstart ist nächste Woche…
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