Hamburg im Aufwind
Vor ein paar Wochen waren die Hamburg Freezers noch das Negativ-Team der DEL. Der Höhepunkt war die deutliche 0-6 Klatsche gegen die Adler Mannheim.
Nach vier Niederlagen in Serie liessen die Freezers jetzt schon vier Siege folgen und schnuppern derzeit auf Rang 11 wieder an den Playoff-Rängen.
Und was auch immer die Norddeutschen in der Deutschland-Cup Pause gemacht haben, es scheint das richtige gewesen zu sein. Denn mit Siegen über die DEG, Augsburg und Iserlohn sicherten sich die Freezers sich ihre Punkte nicht gerade gegen DEL-Laufkundschaft.
Gestern hatten sich dann wieder die Adler Mannheim angekündigt und die sollten auf eine völlig veränderte Freezers-Truppe treffen als im Hinspiel. Denn derzeit scheinen die Freezers sich in einer Form zu befinden, in der sie alle Konkurrenten schlagen können.
Gestern schenkten die Freezers ihrem Gegener sieben Treffer ein – so viele haben die Mannheimer in dieser Saison noch nicht kassiert – und verbauten den Kurpfälzern die zwischenzeitliche Tabellenführung.
Revanche geglückt!
Babei schienen die Freezers sich fest vorgenommen zu haben, die Adler gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen, keine Zweifel bei sich selber und den 5.388 Zuschauern aufkommen zu lassen.
Wilm in der vierten, Jason King in der achten Minute, 2-0 für die Hausherren – der Plan ging voll auf. Bis zur elften Minute. Denn plötzlich waren die Adler am Drücker und hatten innerhalb von zwei Minuten zurück ge-doppelschlag-t. Kink und der andere King, Scott, hatten genetzt und plötzlich stand es 2-2.
Allerdings liessen sich die Hamburger nicht beirren und legten wiederum einen Doppelpack nach. Aab traf bei doppelter Überzahl, Wilm mit seinem zweiten Treffer 71 Sekunden später bei einfacher.
4-2, sechs Treffer in einem Drittel. So geht Werbung fürs Eishockey.
Im Mittelabschnitt ging das Scheibenschiessen weiter: Retzer legte das 5-2 nach, ehe Beardsmore mit zwei Treffern zum 5-4 wieder für Spannung sorgte.
Die endgültige Entscheidung fiel dann im letzten Abschnitt, als erst Fortier das 6-4 erzielte, ehe Scott King innerhalb von 50 Sekunden wieder verkürzte. Die Adler drückten in der Folge auf den Ausgleich, doch machte Kuhta mit seinem Empty-Net-Goal endgültig den Sack zu.
Die Freezers haben wieder Selbstvertrauen, was auch Adler-Coach Doug Mason nach den Spiel zugeben musste:
“Im Gegensatz zum Spiel von vor vier Wochen hat es bei den Freezers große Veränderungen gegeben. Wir waren heute besser als beim damaligen 6:0-Erfolg, haben aber dennoch verloren”
Mit der Rückkehr von Alex Barta haben die Freezers ein Puzzleteil erhalten, dass sie von anderen DEL-Teams unterscheiden kann.
Für die Hamburger beginnt die Saison jetzt nochmal von vorne…
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