Minusrekord

Es ist Donnerstag, halb acht und wir befinden uns irgendwo in Rath, einem kleinen Stadtbezirk von Düsseldorf.

Rund 18.000 Menschen leben in Rath, die dort ansässige Multifuktionsarena, würde mit 13.400 Plätzen fast alle Anwohner in Rath fassen.

Gestern war die Multifuntionsarena, der ISS-Dome wieder geöffnet, der Eishockeyklub der DEG Metro Stars erwartete nach der Deutschland-Cup Pause die Frankfurt Lions zu einem eigentlich attraktiven Duell. Zugegeben, es gibt fanfreundlichere Tage als den Donnerstag um die knapp 10 km vom Hauptbahnhof bis zur Halle zurückzulegen.

Trotzdem sind die gezählten 3.816 Zuschauer für die Metro Stars in der Saison Minusrekord: 28% der Plätze waren belegt, 72% blieben leer.

Aber woran liegt’s, dass selbst ein Standort wie Düsseldorf derzeit so starke Zuschauerprobleme hat? Sind es die allgemeinen Probleme der Liga, die an anderen Stellen bereits ausgiebig diskutiert wurden, oder ist Düsseldorf innerhalb der allgemeinen Misere noch ein Spezialfall?

Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass ein gleiches, zeitweilen äusserst lustloses Spiel der DEG, an der Brehmstrasse besser besucht gewesen wäre…

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5 Kommentare zu “Minusrekord”

  1. Rodger says:

    …und es werden immer weniger. Dieses ist mit Sicherheit mein letztes Jahr mit Dauerkarte. So einen langweilen Mist muss ich mir nicht mehr antun. Und ich bin bestimmt nicht der einzige der so denkt. Spätestens in 2 Jahren ist DEL Eishockey in Düsseldorf sowieso Geschichte, wenn es denn die DEL bis dahin überhaupt noch gibt.

  2. EisBlog says:

    Wieso dein letztes Jahr? Wegen der Halle oder dem Spiel der DEG?

  3. Roedger says:

    Mich langweilt einfach alles nur noch. Stimmung, Spielweise, Modus.
    Ich hatte meinen 15jährigen Sohn vor kurzem mal gefragt, ob er mit zur DEG möchte. Da sagte er mir: “Was soll ich denn da? Es geht doch um nichts. Die Punkte um in die Playoffs zu kommen werden die schon holen, egal ob die heute gewinnen oder verlieren.”
    So denken wohl viele andere auch, wenn man sich die Zuschauerzahlen in der DEL anguckt. Also werde ich mir im nächsten Jahr auch die Rosinen raus picken und nur noch zu den Spielen gehen, wo auch ein paar Fans der Gegner mitkommen, wo dann wenigstens noch etwas Stimmung aufkommt.

  4. Sportsfreund says:

    Heute hat die DEG 7:3 gegen Krefeld gewonnen. Lokalderby. Trotzdem habe ich keine rechte Lust mehr, zu einem weiteren Spiel zu gehen. Denn ich ging wieder einmal deprimiert nach Hause.
    Wenn Gäste einlaufen und diese ausgebuht werden, dann fehlt es sowieso von vorn herein am Grundverständnis für den sportlichen Wettkampf.
    Man soll sich bei Besuchen der DEG nicht wundern, wenn im Dome nach einem 7:3 Heimsieg eine Stimmung herrscht, als hätte die DEG 3:7 verloren. Das ist ja normal. Denn wie man überall hört, benötigt echte Fanunterstützung keinen aktiven Stadionsprecher, keine Stimmung und kein Marketing. Niemand bräuchte mit Jingles echten Kennern zu sagen, wann sie zu klatschen hätten. Und mit der Unterstützung der 150 „echten DEG Fans“ käme die DEG auch gut zurecht. Als Ergebnis herrscht aber Woche für Woche eine Totenstimmung in einer großen Arena, weil diese Annahmen den aktuellen Rahmenbedingungen nicht gerecht wird. Gefährliche Fehleinschätzung. Es wird nicht erkannt, dass die DEG ohne min. 6000 an Unterhaltung interessierten zahlenden Zuschauern nicht überleben kann. Die hätten gegen musikalische Unterstützung nichts einzuwenden. Aber sofort buhen 150 aus Prinzip dagegen 2 Min später herrscht wieder Totenstille.
    Das Management tut nicht gut daran, sich nach dem zu richten, was die 150 Ultras aus ihrer beschränkten Sicht heraus schreien. Man sollte sich mal genau Gedanken über die Zielgruppe machen.
    Wer glaubt, dass Zuschauermassen kommen, um nach Totenstille deprimiert nach Hause zu gehen, wird sich mit weiter sinkenden Zuschauerzahlen abfinden müssen. Es geht um Unterhaltung. Die Lokalität spielt hier eine untergeordnete Rolle, daran ist sowieso nicht viel zu ändern.
    Vielleicht erkennt das Management erst dann die Notwendigkeit des Handelns, wenn die Zuschauer auf 150 zurückgegangen ist. Tip: Macht mal Party; macht mal ein Eishockeyevent und keine Beerdigung. Denn wer am lautesten schreit, hat nicht immer recht.

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