Tops & Flops einer noch jungen Saison

Es ist ein beliebtes Spielchen geworden nach jedem Spiel die “Tops & Flops“, die drei Stars des Abends oder einfach nur die positiven und negativen Punkte an einem Spieltag aufzuzählen.

Wieso also nicht auch für die bisherige DEL-Saison?

Die erste Pause ist erreicht, mit 18 von 60 spieltagen ist fast ein Viertel der Saison bereits vorbei und die ersten Tendenzen lassen sich bereits festhalten.

Hier also meine persönlichen Tops & Flops:

Tops

Deutsche Topscorer

Auch wenn die DEL noch immer von den Kanadiern dieser Welt regiert wird, stehen in dieser Saison gleich zwei Deutsche in der Kategorie “Topscorer” ganz oben. Mit Michael Greilinger und dem ewigen Robert Hock haben es eben auch mal zwei deutsche Spieler geschafft aus dem Schatten der Walkers, Wrens und Ulmers herauszutreten und die Liga anzuführen.

Thomas Greilinger vom ERC Ingolstadt erzielte in der abgelaufenen Spielzeit noch 34 Scorerpunkte in 52 Begegnungen, derzeit kommt er in 17 Spielen bereits auf 13 Treffer und 17 Vorarbeiten.

Mein großes Glück war dann der Trainerwechsel zu Greg Thomson, der mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht und mir viel mehr Eiszeit gegeben hat.

sagt Greilinger selbst und bedankt sich mit vielen Toren bei seinem Trainer.

Robert Hock, mit 27 Punkten nur knapp hinter Greilinger, ist hingegen ein altbekannter der vergangenen Jahre und bildet auch in diesem Jahr mit Michael Wolf in Iserlohn wieder ein kongeniales Duo.

Zwei Deutsche an der Spitze der Scorerwertung – definitiv top!

Augsburger Panther/Grizzly Adams Wolfsburg

Nach den beachtlichen Leistungen der vergangenen Saison traute man den Augsburger Panthern in dieser Saison eine solche Leistung nicht mehr zu. Und die Panther: machen genau da weiter, wo sie aufgehört haben.

Die Abgänge von Marky Murphy, Mathis Olimb und Patrick Buzas wurden durch die Verpflichtungen von Colin Murphy, Darin Olver und Tyler Beechey mehr als ausgeglichen. Die drei Offensivkräfte kommen bereits auf 55 Punkte und stellen mit ihren Kameraden derzeit den besten Sturm der Liga – noch vor Berlin und Mannheim.

Hinzu kommen mit Dennis Endras ein starker Rückhalt (Fangquote: 90.6%) und mit Larry “Trainer des Jahres” Mitchell ein Fuchs an der Bande, der den Panthern derzeit einen Playoffplatz mit Heimrecht einbringt.

Ein ähnliches Hochgefühl wie die Panther erleben derzeit auch die Grizzlys aus Wolfsburg. Vor der Saison rechnete man vielleicht mit der Pre-Playoff-Teilnahme, derzeit steht man punktgleich mit Augsburg auf Rang 4.

Ein starker Sturm mit Sarno, Laliberte und Ulmer, mit Jochen Reimer den laut Statstik stärksten DEL-Goalie und eine starke Defensive.

Grizzlys und Panther konnten bisher überzeugen. Aber reicht es dieses Jahr auch bis zum Ende?

Mads Christensen

Vor der Saison machte man sich in Iserlohn noch Gedanken um die Abgänge von Bobby Wren und Tyler Beechey. Die neuen Namen verhiessen nichts Gutes und von diesem Mads Christensen aus Dänemark hatte man bisher auch noch nichts gehört.

Uli Liebsch hatte es vor der Saison aber schon geahnt:

Der könnte eine echte Überraschung werden!

Jetzt hat Christensen schon 22 Punkte in 17 Spielen und Liebsch hatte Recht! Mal sehen wo der Herr Christensen dann in der kommenden Saison auflaufen wird. Mannheim? Berlin? Düsseldorf?

Flops

Leere Stadien

Die Zuschauerzahlen der DEL gehören definitiv zu den Flops der Saison. Konnten die Zahlen in der vergangenen Spielzeit noch durch die neue 02-World geschönt werden, liegen die Probleme jetzt auf der Hand.

In neun der 15 DEL-Stadien ist der Schnitt im Vergleich zur Vorsaison gesunken. Teilweise drastisch.

Klar, die Eishockey-Monate fangen gerade erst an, es ist noch früh in der Saison, aber ob Kölner Haie, Krefeld Pinguine oder Nürnberg Ice Tigers den Zuschauerschwund von durchschnittlich knapp 1.000 zahlenden Fans pro Spiel noch aufholen können, darf stark bezweifelt werden.

Am schlimmsten hat es allerdings die Scorpions aus Hannover erwischt. In der Vorsaison wollten noch knapp 5.600 Zuschauer ihr Team sehen, derzeit sind es nur knapp 3.700 Menschen, die die TUI-Arena besuchen.

Floppiger geht’s eigentlich kaum.

Hamburg Freezers

Die Hamburger erleben auch jede Saison das Gleiche: Man geht mit hohen Erwartungen in die Saison, hat sich angeblich auf den Positionen verbessert und schmiert dann doch erstmal ab, bis man irgendwann kurz vor der Jahreswende den Trainer entlässt.

In diesem Jahr geht es sogar so weit, dass die Freezers im Moment auf Rang 15 rumdümpeln. Aus 17 Spielen sprangen erst drei Dreier raus, zehn mal gingen die Hamburger punktlos vom Eis. Dazu passt auch der Fanprotest und die Entlassung von Boris Capla.

Vielleicht tut sich in Hamburg noch was, aber der Katastrophenstart ist jedenfalls perfekt.

Krefeld Pinguine

Sportlich läuft es nicht wirklich rund, aber die Pinguine haben es nach der realtiv ruhigen Vorsaison mal wieder geschafft, sich auch ohne Eishockey in die Schlagzeilen zu befördern.

Jiri Ehrenberger entliess nach dem Heimspiel gegen Kassel mal eben Dr. Martin Wazinski, 18 Jahre für die Pinguine tätig, und auch den zweiten Arzt Dr. Dirk Niezold. Das besonders Wazinski bei den Spielern beliebt war, war Ehrenberger anscheinend ziemlich schnuppe.

Zwar habe der sportliche Leiter die Entscheidung mit dem Aufsichtsrat abgesprochen, Geschäftsführer Wolfgang Schäfer wusste allerdings nichts.

Dann zog man den Arzt nachträglich noch ein bisschen durch den Kakao und die Posse war perfekt.

Ganz grosses Kino in Krefeld und definitiv einer der Negativhöhepunkte der jungen Saison abseits des Eises.

Und jetzt seid ihr dran: Was sind eure Tops & Flops der bisherigen Saison?

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Ein Kommentar zu “Tops & Flops einer noch jungen Saison”

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