Skandal-Urteil?

Dieses Urteil könnte für den Eishockeysport noch bedeutende Folgen haben.

Nachdem das Skandalspiel zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions in der schweizerischen National League A vom Sportgericht zuerst mit 5-0 für den EV Zug gewertet wurde, wurde gestern ein neues Urteil verkündet.

Die ZSC Lions hatten gegen den ersten Entscheid Rekurs eingelegt und gestern wurde verkündet, dass die Partie zwischen Zug und Zürich mit 0-0 gewertet wird und keine der beiden Mannschaften einen Punkt zugesprochen bekommt.

Das Verbandssportgericht kam zu dieser Entscheidung, weil der Spielabbruch nicht nur von den Chaoten aus Zürich verursacht wurde, die die Rauchbombe zündeten, sondern auch vom EV Zug, der in seinem eigenen Stadion für Sicherheit hätte sorgen müssen.

Und Laut Artikel 16, Absatz 3 des RSB heisst es:

“Haben beide Manschaften einen Spielabbruch verursacht, so wird für beide Mannschaften eine Niederlage eingetragen, mit dem Resultat von 0 Punkten und 0:0 Toren.”

Das war es also: Keine Punkte, kein Wiederholungsspiel. Ein Skandal-Urteil?

“Dieses Urteil gibt den Chaoten recht und ist ein Schlag, nicht nur gegen uns, sondern auch gegen die Zuger Polizei, die Feuerwehr, unseren Ordnungs- und Sicherheitsdienst sowie die Nationalliga und ihre Reglemente.”

sagte der Geschäftsführer des EV Zug, Roland Wyss, nach der Entscheidung des Sportsgerichtes.

Wenn dieses Urteil auch in Zukunft als Beispiel und Vorbild betrachtet werden sollte, dann kann man sich als Eishockeyfan schonmal auf einige Spielabbrüche gefasst machen.

Nur mal angenommen: Der Tabellenführer liegt im dirketen Duell mit dem Verfolger zurück und droht mit dieser Niederlage seinen ersten Platz zu verlieren. Eine Störung, die zum Spielabbruch führt würde ausreichen um die Tabellenführung zu behalten. Keine Mannschaft würde einen Punkt erhalten und der Tabellenführer bleibt Tabellenführer.

Das ist sicher nicht im Sinn der Eishockeyverbände, das Urteil im Fall Zug vs. Zürich macht aber genau solche Gedanken möglich…

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4 Kommentare zu “Skandal-Urteil?”

  1. Mibli says:

    Natürlich sind die Zuger nun wütend. Aber wieso hat niemand versucht, das Pulver mit Sand zu löschen? Zudem war die Begegnung als Risikospiel eingestuft…

    In einer anderen Quelle sagte der Vorsitzende des Rekursverfahren, Dr. Michael G. Noth. “Wir sind an die Reglementen gebunden und können nicht einfach im Sinne des Sports entscheiden, wie es so schön hiess. Das Spiel ist das eine, das Reglement etwas anderes”.

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