Immer weiter, immer mehr
Die aktuelle Saison ist zwar noch lange nicht vorbei, doch so kurz vor der Olympia-Pause lohnt sich vielleicht schonmal ein vorsichtiger Blick darauf, was uns und die DEL in 10/11 erwarten wird.
Denn Vereine und Fans können sich unter Umständen schon jetzt auf einen Eishockey-Marathon und leere Arenen einrichten.
Wie Der Westen gestern berichtete, wird die Liga in der kommenden Spielzeit möglicherweise wieder auf 16 Mannschaften aufgestockt. Denn sowohl der EHC München als auch der Schwenninger ERC, die vorraussichtlich die Zweitliga-Meisterschaft unter sich ausspielen werden, haben bekundet, dass sie gerne in der DEL spielen würden.
Bei dem aktuellen Modus wären das 60 Vorrundenspiele und für jeden Verein logischerweise 30 Heimspiele, in denen versucht werden muss, die eigene Halle zu füllen. Dass das – wie man aktuell sieht – bei 56 Spielen schon nicht klappt, hat man bei der DEL anscheinend noch nicht wahrgenommen.
Hinzu kommt, dass die Playoffs auch im kommenden Jahr ab dem Viertelfinale im Modus “Best of seven” gespielt werden.
Für einen möglichen Meister würde das dementsprechend bedeuten, dass neben den 60 Begegnungen der Vorrunde zusätzlich noch drei Spiele in den Pre-Playpffs und nochmals 21 Partien bis zum möglichen Titel anstehen könnten. Das macht 84 Spiele, die eine fleissige Mannschaft in acht Monaten absolvieren muss – knapp drei Spiele pro Woche.
Bei so einem Szenario kann man eigentlich nur davon ausgehen, dass die Vorrunde im kommenden eingekürzt werden wird. Andernfalls könnte man bei drei bis vier Vereinen schon vor dem Spielbetrieb die Insolvenzunterlagen ausfüllen und einreichen.
Klubs wie Kassel, Krefeld und Wolfsburg, die jetzt schon um jeden Zuschauer kämpfen müssen, werden die Spielflut zu spüren bekommen und auch die Fans werden sich noch genauer überlegen, welche der über 80 Spiele sie sehen wollen. Da würden selbst die Eisbären ihren aktuellen Zuschauerschnitt nicht halten können.
Mein Vorschlag: Doppelrunde jeder gegen jeden. Danach spielen die ersten zehn Mannschaften untereinander die Playoffplatzierungen aus – egal ob Einzel- oder Doppelrunde – und dann gibt es Playoffs im Modus “Best of Seven”. Die übrigen sechs Mannschaften spielen in der Zwischenzeit Playdowns um den Abstieg, den ich natürlich vor der Saison wieder eingeführt hätte.
Wie sieht’s bei euch aus? Zufrieden oder eigene Vorschläge zum Modus für 10/11? Immer her damit!
Tags: DEL, Saison 10/11, Spielplan

















Hmm, ich finde es zwar eigentlich ganz angenehm, dass ich häufig zum Eishockey kann, aber mir wäre es fast wichtiger, dass die Spiele gleichmäßiger verteilt sind.
Mal hat man zwei Wochen kein einziges Spiel und dann kommen drei Heimspiele in einer Woche…
Bei 60 Begegnungen jammern wieder ein paar Leute und alle Möchte-Gern-Fachblätter plappern nach – viel zu viele Spiele.
Wird der Modus gändert und es spielt Frankfurt nicht genauso oft gegen Kassel wie Mannheim gegen Köln, dann jammern wieder ein paar Leute und alle Möchte-Gern-Fachblätter plappern nach – viel zu undurchsichtiger Modus.
Glaubt jemand im Ernst, dass in Düsseldorf, Hannover, Wolfsburg oder wo auch immer mehr Zuschauer kommen, wenn es in der Vorrunde nur 26 statt 30 Heimspiele sind?
Entscheidend ist: die Belastung für die Spieler muss sich in Grenzen halten, zudem sollte so viel Zeit sein, um endlich die Play-Offs im Modus “Best-of-7″ zu spielen, wie es alle anderen grossen Eishockey-Nationen machen. Das ist das beste Mittel, die Liga auch interessanter zu machen.
Wenn dann die Teams unterhalb des Play-Offs-Striches zu laut wegen fehlender Einnahmen klagen, dann kann man sich ja auf einen kleinen(!) sozialen Ausgleich einigen …
Und wenn am Ende drei Tage mehr Vorbereitungszeit für die Nationalmannschaft dabei rausspringen, dann wird auch jeder (ausser den Buchhaltern der Klubs) zufrieden sein.
Mit 16 Mannschaften ist die DEL einfach zu voll. Zumindest wenn weiterhin in der heute bekannten Doppelrunde gespielt wird. Eine Aufteilung der Liga ist vielleicht auch eine Möglichkeit den Spielplan zu entzerren. Nur bitte soll das besser gemacht werden als vor zwei Jahren. Mannschaften, die geographisch näher zusammenliegen, gehören in eine Gruppe. So werden die Fahrtkosten nicht unnötig in die Höhe getrieben, und für die Zuschauer ist es interessanter, wenn der “Nachbar” vorbei kommt.
Eine Einzelrunde mit einer Zwischenrunde vor den Playoffs, wie Du es vorschlägst, ist auch eine interessante Überlegung. So ähnlich gab es das ja mal zu Beginn der DEL in den 90er Jahren. Die Frage, die sich mir dann stellt, ist, ob die Spiele, die wegfallen, für den Finanzierungsplan der Klubs zu verkraften sind.
14 Teams in der DEL würden ausreichen. Dann kann man auch eine Doppelrunde spielen, die ich vom Prinzip her eigentlich mag. Nur sollte man dann auf die Pre-Playoffs verzichten und eine gescheite Playdown-Endrunde aller Teams, die nicht für die Playoffs qualifiziert sind, auf die Beine stellen. So ist auch für diese Teams die Saison nicht schon Anfang März vorbei…
@Martin: Also ich glaube schon, dass mehr Zuschauer kommen, wenn der Spielplan schlanker ist. Die Spiele haben mehr Bedeutung und es gäbe weniger von den doofen Dienstagsspielen.
Denke, dass die Stadien schon besser gefüllt wären als im Moment, weil es einfach nicht mehr so eine große Auswahl an Spielen gibt…
Mit 16 Mannschaften ist die Liga definitiv zu voll!
Ich dachte die DEL ist inzwischen geschlossen?
Warum kommen dann die Kommentare aus München und Schwenningen (welcher Depp würde das finanzieren?) hinsichtlich eines Aufstieges?
MEhr Mannschaft = mehr finanzielle PRobleme = mehr Insolvenzen!
Und das MEhr an Spielen is auch nicht förderlich in einer eh schon zu langen Vorrunde!
14 Mannschaften + Doppelrunde + 7er POs würden es völlig tun!
Hatte auch gedacht, dass die DEL geschlossen sei. Aber anscheinend hat man immer noch die NHL als Vorbild und wartet einfach bis man 30 Manschaften hat, unterteilt die dann in Conferences und Divisions.
Dass das keiner sehen will, interessiert ja eh nicht…