NLA: Kolnik dreht durch

So kurz vor den Playoffs in der Schweiz scheinen bei einigen Spielern die Sicherungen durchzubrennen. Anders ist der Stockschlag des Genfers Juraj Kolnik gegen einen Schiedsrichter (!) wohl nicht zu erklären.

Als der Tabellenführer gestern mit 3-4 bei den Rapperswil-Jona Lakers verlor, hatte Kolnik sich nicht mehr unter Kontrolle. Er und seine Teamkollegen wollten ein Foul gesehen haben, dass Referee Stefan Eichmann jedoch nicht gesehen hatte. Der Slowake verpasste dem Schiedsrichter also kurzerhand einen Stockschlag und erhielt dafür eine Matchstrafe. Die wird allerdings nur der Anfang für Kolnik gewesen sein.

“Der Knöchel meines Zeigefingers ist geschwollen, aber nicht gebrochen”

erklärte Eichmann, der den Fall nach dem Spiel unverzüglich an die Ligajustiz weiterleitete. Das Verfahren gegen den Stürmer ist nur eine Frage der Zeit.

Das Strafmass ist noch nicht bekannt, Experten gehen aber davon aus, dass die Strafe gegen Kolnik sogar diejenige übertreffen wird, die Christian Dubé kassierte. Mit zehn Spielen Sperre hält Dubé bisher den negativen Rekord, den Kolnik jetzt brechen könnte.

Kurios: Am vergangenen Freitag passierte Stefan Eichmann nahezu identisches. Andreas Küng vom HC Thurgau schlug ebenfalls aus und verletzte den Schiedsrichter leicht, weil dieser ein Tor gegen den HC La Chaux-de Fonds nicht anerkannt hatte.

“Jetzt habe ich in meiner Karriere schon über 1500 Spiele ohne solche Vorfälle geleitet, und am gleichen Wochenende passiert mir das gleich zweimal.”

Verständnis kann man für die Aktion von Kolnik nur schwer aufbringen.  Die Genfer sind derzeit Tabellenführer, bereits sicher für die Playoffs qualifiziert und das Spiel gegen Rapperswil war für die West-Schweizer völlig unbedeutend.

Sollte es eine angemessene Strafe für den Stockschlag geben, dann ist die Saison für den Stürmer eh gelaufen.

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Ein Kommentar zu “NLA: Kolnik dreht durch”

  1. Patrick says:

    That incident is laughable , any honest ice hockey player will see that he was only trying to get the referees attention, definately no malice intended. I cant agree with the referee here. I accept that you cannot touch the referee, but this is a joke … ridiculous..

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