Die beiden deutschen Teilnehmer an der European Trophy, die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin, können mit dem bisherigen Verlauf durchaus zufrieden sein. Im europaweiten Vergleich war das neu geschaffene Vorbereitungsturnier jedoch alles andere als ein Zuschauermagnet.
Die European Trophy, die im Gegensatz zu der abgesetzten Champions Hockey League kein Produkt der IIHF ist, sondern alleine von den 18 Teilnhemern getragen wird, ist für die Mannschaften bisher noch ein Verlustgeschäft, wie die Sonntags Zeitung heute veröffentlichte.
Die Teams müssten bis zu 40.000 Euro einzahlen, um teilnehmen zu können. Zusätzliche Kosten für Reise, Übernachtungen und Organisation seien in dieser Summe noch nicht enthalten.
Und von hohen Einnahmen durch die herbeiströmenden Zuschauer kann wahrlich keine Rede sein. Einzig die deutschen Stadien waren mit im Schnitt über 5000 Zuschauern gut gefüllt. In der Schweiz kamen jedoch nicht mal 1000 Fans zu den Heimspielen der ZSC Lions oder des SC Bern.
Insgesamt kann man die Premiere der European Trophy also getrost als einen Flop beschreiben, obwohl das Finalturnier in Slazburg noch nicht stattgefunden hat.
Ab Donnerstag will man jedoch über einen Ausbau des Projektes sprechen. Nach dem ersten Testlauf scheint eine alleinstehende Europaliga jedoch immer unwahrscheinlicher zu werden. Möglich sei jedoch ein weiterhin bestehendes Turnierformat, das in Zukunft auch während der Meisterschaft stattfinden könnte.
“Es ist durchaus möglich, dass wir in Zukunft auch während der Saison Spiele der European Trophy bestreiten”
verriet Peter Zahner, der CEO der ZSC Lions.
Die Frage ist allerdings, ob die Mannschaften den hohen Aufwand, organisatorischer und finanzieller Art, auch weiterhin stemmen können, oder ob die European Trophy so schnell wieder verschwindet wie ihr Vorgänger, die CHL.

















