Viele Spieltage sind nicht mehr zu spielen in der DEL und die Mannschaften aus Köln, Kassel und Duisburg haben sich schon längst vom regulären Spielbetrieb verabschiedet.
Die Duisburger gaben bereits vor Wochen, in guter alter Tradition, ihre ersten Spieler ab, als abzusehen war, dass auch diese Saison wieder auf dem letzten Platz enden würde.
Dann sprang auch Kassel auf den Zug auf. Erst verliess Shwan McNeil die Huskies in Richtung Herne um wahrscheinlich in der kommenden Saison für Duisburg zu spielen und jetzt hat auch Mike Pellegrims die Freigabe des Aufsteigers erhalten. Der Stürmer spielt ab sofort für den Klagenfurter AC, den Tabellenführer der Österreichischen Liga.
Und auch in Köln beginnt jetzt das grosse Flüchten.
Wie der Kölner Stadtanzeiger bereits ankündigte, wollten viele Spieler Köln so schnell wie möglich verlassen, um in anderen Ligen noch ein bisschen Playoff-Luft zu schnuppern und noch den ein oder anderen Euro zu verdienen.
“Etliche Profis haben um sofortige Freigabe aus ihren Verträgen gebeten, da sie bei Klubs ausländischer Ligen noch für die Playoffs anheuern wollen”
hiess es in der Online-Ausgabe.
Das Transferfenster ist noch bis zum 31. Januar geöffnet und Rodion Pauels wollte seinen Spielern zuerst keine Freigabe erteilen. Doch gestern Nachmittag musste auch der Sportkoordinator einsehen, dass er seine lustlosen Spieler nicht länger halten kann.
Als Erstes berichtete die Eishockey News über den Wechsel von Verteidiger Stephané Julien. Der Kanadier soll seine Freigabe erhalten haben und nach Österreich zum Mateschitz Klub Red Bull Salzburg wechseln. Bestätigt ist der Deal allerdings bisher noch nicht. Die Freistellung bezieht sich laut den Haien jedoch nicht auf seinen Kontrakt für die Spielzeit 2009/2010.
Auch Harlan Pratt darf die Haie verlassen. Der Verteidiger hat sicherlich bereits Angebote vorliegen, allerdings ist der neue Verein des Verteidigers noch nicht bekannt. Laut RadioKöln soll Zürich Interesse haben, allerdings hat der CHL-Gewinner eh schon zu viele Ausländer. Wohl eher eine Ente!
Der Wechsel des Technikers Kamil Piros ist hingegen schon fix. Der Tscheche konnte es anscheinend gar nicht mehr abwarten und spielte gestern schon nicht mehr für die Haie. Piros wird ab sofort in Schweden für HV 71 Jönköping auflaufen.
Bei aller finanziellen Not – das kann doch nicht sein, oder?
Die Saison läuft noch, liebe Haie, liebe Huskies, liebe Füchse!
Die Mannschaften, die jetzt gegen die Teams aus den unteren Tabellenregionen spielen dürfen, werden sich sicherlich freuen. Ihnen wird das Punkten immer einfacher gemacht. Da haben die Mannschaften mit den stärkeren Gegner eben Pech. Auch wenn sie das die Playoffs kosten könnte.
Also wenn ihr mich fragt ist das eine klare Form von Wettbewerbsverzerrung. Ich hoffe daher, dass die Liga diesen Wechseln irgendwie einen Riegel vorschieben kann.
Wer schlecht spielt, soll die Saison wenigstens auch bei “seinem” Verein zu Ende bringen.