ERC Ingolstadt – Kölner Haie 2-1 (1-6, 3-2 n.V., 6-3)
Spiel 1
“Die Kölner Haie sorgen im ersten Spiel der Pre-Playoffs gegen den ERC Ingolstadt für eine erste Überraschung. Mit einem Sieg des KEC war zwar zu rechnen, doch mit der Deutlichkeit eines 6-1 hätten wohl nur die wenigsten vor der Partie gerechnet.
Dabei sah zu Beginn alles nach einem Spiel der Panther aus. Der ERC war leicht überlegen und ging zu Beginn des Mitteldrittels nach einem Treffer von Rick Girard in Führung. Doch die Haie kamen ins Spiel zurück. Und wie.
Erst glich Playoff-Monster Ivan Ciernik aus und dann legten Bryan Adams und Jason Jaspers innerhalb von 32 Sekunden nach. In Unterzahl! Die Panther waren zu diesem Zeitpunkt völlig von der Rolle und gaben das Spiel aus der Hand.
Christoph Melischko legte im zweiten Drittel sogar noch das 5-1 nach. Dann war erstmal Ruhe. Die Panther versuchten den Schaden zu begrenzen und die Haie schonten schon ihre Kräfte für Spiel 2. Und trotzdem gelang Chritoph Ullmann sogar noch das 6-1 33 Sekunden vor der Schlusssirene.
Bill Stewart scheint mit seinen Umstellungen also alles richtig gemacht zu haben, als er Martin Bartek aus dem Kader warf. Das Team zeigte sich kämpferisch und überrante die Panther im Mitteldrittel förmlich. Mit so einer Leistung dürften die Panther auch im zweiten Spiel nicht viel zu lachen haben.
Spiel 2
Der ERC Ingolstadt hat die Best-Of-Three Serie gegen die Kölner Haie mit Ach und Krach ausgeglichen, sodass es morgen in der Saturn Arena zum Showdown kommt. Im zweiten Duell gegen die Haie setzten sich die Panther schliesslich mit 3-2 in der Verlängerung durch.
Ingolstadt erwischte den deutlich besseren Start als Greilinger schon in der 3. Minute das Aluminium testete. In der 14. Minute zappelte der Puck dann zum ersten Mal im Tor, als Jakub Ficenec die Scheibe in die Maschen hämmerte. Und dann gab es sogar einen Hauch von Playoffs, als sich einige Spieler ordentlich auf die Mütze hauten.
Im Mitteldrittel erhöhten die Panther durch Girard zum 2-0, doch die Treffer von Marc Chouinard von Mats Trygg hielten das Spiel offen. Nach dem Treffer von Trygg mussten die Haie-Fans jedoch Geduld mitbringen, denn die Schiedsrichter Daniel Piechaczek und Willi Schimm wollten erst das Video sehen.
Das letzte Drittel blieb torlos und in der Verlängerung war es dann erneut Jakub Ficenec, der den Schlusspunkt setzte und das dritte Spiel erzwang.
“Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Nach dem ersten Drittel hätten wir höher führen können. Köln hat nicht aufgegeben, dennoch glaube ich, dass die bessere Mannschaft heute gewonnen hat.”
sagte Greg Thomson nach der Partie.
Und so wird sich morgen entscheiden, wer in die Playoffs einziehen darf – Panther oder Haie.
Spiel 3
Der ERC Ingolstadt hat die Serie gegen die Kölnr Haie gedreht und sind in das Viertelfinale der DEL-Playoffs eingezogen. Dem KEC bleibt nach der 3-6 Niederlage gegen den ERC nur die magere Bilanz einer insgesamt enttäuschenden Saison.
Im letzten Duell der Pre-Playoffs war es – so wie sich das gehört – der frisch gekürte Spieler des Jahres, der die entscheidung herbeiführte. Thomas Greilinger gelang nämlich das wichtige 4-3 im letzten Abschnitt. Zuvor war das Spiel lange Zeit umkämpft und die Gäste aus der Domstadt lagen durch die Treffer von Ivan Ciernik sogar mit 2-0 in Front.
Doch die Panther erholten sich vom Eröffnungsdrittel und glichen durch Waginger und den starken Clymer aus. Von der Aufholjagd angestachelt ging es auch in Schlussdrittel, als erneut Clymer die erste Führung der Bayern erzielte. Zwar konnte Bryan Adams nochmals ausgleichen, doch dann kam Greilinger!
Der Treffer des Deutschen entschied die Partie und brach den Haien das Genick, denn Kavanagh und Ficenec legte sogar noch zum 6-3 Endstand nach.
„Wir haben schon am Freitag in Köln Charakter gezeigt und sind insgesamt absolut verdient ins Viertelfinale eingezogen“
sagte der Spieler des Jahres nach der Partie und freut sich jetzt mit seinen Panthern auf die Frankfurt Lions.
Augsburger Panther – Adler Mannheim 2-0 (4-1, 3-2)
Spiel 1
Das erste Duell der Pre-Playoffs geht an Tyler Beechey und seine Augsburger Panther, die gegen die Adler Mannheim nur im ersten Drittel um den Sieg zittern mussten. Beechey war mit drei Toren der überragende Mann der ersten Partie und schoss die Adler im Alleingang aus dem Curt-Frenzel-Stadion.
Dabei begann das Spiel für die Adler gut, denn Ahren Spylo erzielte, heute an der Seite von Michael Hackert und Nathan Robinson, die Führung für die Gäste. Aber anscheinend weckte dieser Treffer die bis dahin zurückhaltenen Panther.
In der 17. Minute war es Beechey zum ersten, der Brathwaite bezwang, in der 19. Minute jubelte Beechey erneut und in der 28. Minute war die Beechey-Show perfekt. 3 Tore, 3-1 Führung und alle Möglichkeiten auf den wichtigen erste Sieg in der Best-Of-Three Serie.
Und wären die Panther besonders in Überzahl nicht so leichtfertig mit ihren Chancen umgegangen, dann hätten die Adler vielleicht viel früher viel deutlicher zurückgelegen. So mussten sich die Fans bis ins letzte Drittel gedulden, als Darin Olver einen Schlagschuss von Kemp für Brathwaite unhaltbar abfälschte.
Somit stehen die Adler bereits mit dem Rücken an der Wand und müssen in der heimischen SAP-Arena punkten, wenn die Luxus-Truppe von Teal Fowler die Saison noch nicht beenden will.
Spiel 2
Die Adler Mannheim, das DEL-Team mit dem höchsten Etat und der selbsternannte Eisbären-Jäger, sind ausgeschieden. Denn auch das zweite Spiel der Pre-Playoff Serie ging an die Augsburger Panther, die sich mit 3-2 durchsetzen konnte.
Die Adler kamen zwar perfekt ins Spiel und gingen durch die Tore von Scott King und Justin Papineau schon im ersten Drittel mit 2-0 in Führung, doch die Panther kamen ab dem Mitteldrittel zurück in die Partie. Erst erzielte der erneut starke Darin Olver den Anschluss, ehe Connor James 5 Sekunden vor der zweiten Sirene das Spiel ausglich.
Mannheim setzte im letzten Drittel alles auf eine Karte, doch Dennis Endras im Panther-Tor hielt seine Mannschaft mit vielen Paraden im Spiel. Auf der anderen Seite zeigten die Augsburger, was es in den Playoffs braucht: Effizienz und Scheibenglück. Erneut Olver besorgte per Abstauber die Führung des AEV. P
Die Adler reagierten mit wütenden Angriffen, doch Endras war gestern nicht mehr zu überwinden.
„Mannheim hat im ersten Drittel alles gegeben und aucg verdient 2:0 geführt. Wir haben aber die Köpfe nicht hängen lassen und uns zurück gekämpft. Wir sind uns noch immer nicht sicher, wer das letzte Tor geschossen hat, aber das ist auch egal – einer hat. Ich bin sehr stolz auf mein Team”
sagte Larry Mitchell nach der Partie.
Die Panther belohnen sich nach der erfolgreichen Hauptrunde mit der völlig verdienten Playoff-Qualifikation. Und bei der starken Offensive und dem soliden Rückhalt in Dennis Endras ist auch in den kommenden Tagen noch die eine oder andere Überraschung der Panther möglich.