Beiträge in der Kategorie ‘Frankfurt Lions’

15 Klubs-15 Brennpunkte: Mannheim

06.08.2010

Was tut sich bei den DEL-Klubs in der Sommerpause, wo sind die Baustellen, was beschäftigt die Fans? eishockey-blog.com hat heute den Mannheimer Adlern einen Besuch abgestattet.

Bildnummer: 03981244 Datum: 28.09.2008 Copyright: imago/Schüler..Fans der Adler Mannheim zeigen mit einem Transparent ihre Abneigung gegen die Frankfurt Lions - Anti Frau; Vdig, quer, Fan, Eishockeyfan, Publikum, Eishockeyfans, premiumd, Plakat, Fanplakat, Fanplakate, Transparent, Rivalität, Fanrivalität, Deutsche Eishockey Liga 2008/2009, Adler Mannheim - Frankfurt Lions Mannheim Eishockey DEL Herren Mannschaft Deutschland Totale Randmotiv Personen....Image number 03981244 date 28 09 2008 Copyright imago Students supporters the Adler Mannheim show with a Transparent theirs Aversion against The Frankfurt Lions Anti Woman Vdig horizontal supporter Eishockeyfan crowd Ice hockey fans premiumd Billboard Fanplakat Fanplakate Transparent Rivalry Fanrivalität German Ice hockey League 2008 2009 Adler Mannheim Frankfurt Lions Mannheim Ice hockey DEL men Team Germany long shot Rand motive Human Beings Photo via Newscom

Der hilfsbereite Erzfeind

Nein, die Beziehung zwischen den Adlern aus Mannheim und den Frankfurt Lions war nie wirklich die beste. Wie das eben so ist mit zwei Städten, die nur 80 Kilometer und damit knapp eine Autostunde voneinander entfernt liegen.

Das kennt man von den Eishockey-Schlachten zwischen Köln und Düsseldorf, den Duellen zwischen Nürnberg Augsburg und München, Schwenningen und Freiburg und sogar in Niedersachsen sprechen einige Fans der Grizzlys und der Scorpions von einem “Derby”. Naja, wenn ihr meint…

Die Rivalität zwischen Mannheim und Frankfurt hat sich jedoch über die Jahre entwickelt. Unvergessen ist in beiden Fanlagern sicherlich der 7.9.1997, als die Frankfurter zur Saisoneröffnung nach Mannheim reissten und den Gastgebern ordentlich das Fest verdarben. 2-6 hiess es am Ende aus Adler-Sicht und Len Barrie und John Chabot waren die Helden der Frankfurter.

Oder als die Löwen Weihnachten 1998 den grossen Konkurrenten ebenfalls in deren Halle mit 6-3 abfertigten und bereits nach dem ersten Drittel mit 4-0 führten. Oder die Begegnungen zwischen beiden Teams in den Playoff-Halbfinals 1998, 2005 und dem Viertelfinale 2007, in denen sich die Adler jeweils durchsetzen konnten. Wenn auch nicht immer unumstritten.

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Goodbye, Lions!

26.07.2010

Es war ein schwerer Gang für die Fans der Frankfurt Lions.

Die gestrige Gedenkveranstaltung in der Eisporthalle war die vorerst letzte Zusammenkunft vieler Menschen, die in den letzten Jahren zusammen für ihren Verein gekämpft, geklatscht, geschriehen und geweint haben.

Sie haben jahrelang nebeneinander gestanden, sich im Erfolg umarmt, sich bei Niederlagen getröstet.

All das ist jetzt vorbei, weil ihr Verein nicht in der Lage war seriös zu wirtschaften.

Für die Menschen ist es jedoch ein herber Verlust, denn “ihren” Verein gibt es plötzlich nicht mehr!


Video: break-away.de

Vielen Dank, Frankfurt Lions für eure Zeit in der DEL und vielleicht sieht man sich in ein paar Jahren ja mal wieder. Die deutsche Eishockey-Gemeinde würde sich freuen.

Und damit auf in eine neue Woche, in der es hoffentlich nicht noch mehr Horrermeldungen zu vermelden gibt.

Goodbye Lions

06.07.2010

Mit dieser wohl allerletzten Pressemitteilung der Frankfurt Lions wurde heute das Schicksal des DEL-Vereins besiegelt: Nach 16 langen Jahren in der DEL werden die Frankfurt Lions in Zukunft nicht am Spielbetrieb in der höchsten deutschen Spielklasse teilnehmen. Zu erdrückend seien die Schulden, wie Club-Boss Siggi Schneider gestehen musste.

Damit verlässt die DEL eines ihrer Gründungsmitglieder, das seit der Gründung der Liga im Jahre 1994 stets einen Platz im deutschen Eishockey inne hatte. Die Lions werden der Liga definitiv fehlen: Die Truppe vom Main hatte stets attraktive Mannschaften, die die DEL bereicherten und natürlich waren es auch die Fans der Löwen, die diesen Verein in den vergangenen Jahren so sympathisch gemacht haben.

Es ist also an der Zeit sich ein letztes Mal mit der Geschichte des Frankfurter Eishockeys zu beschäftigen, die bei genauer Betrachtung von kleineren Krisen und Problemen durchzogen scheint.

HAMBURG, GERMANY - FEBRUARY 05: Daniel Heinrizi, head coach of Frankfurt during the DEL match between Hamburg Freezers and Frankfurt Lions at the Color Line Arena on February 5, 2010 in Hamburg, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Eintracht Frankfurt – Von wegen Fussball

Wo die Frankfurt Lions in den vergangenen Jahren immer im Schatten der Fussballer von Eintracht Frankfurt standen, begann eishockeytechnisch gesehen vor knapp 50 Jahren die Geschichte des Frankfurter Eishockeys. Rudi Gramlich gründete 1959 die Eishockeyabteilung der Frankfurter Eintracht und man zog standesgemäss auf eine Kunsteisbahn, die sich unmittelbar neben dem Waldstadion befand. Auch wenn Frankfurt schon damals eine Fussball-Stadt war, pilgerten zum Eröffnungsspiel der Kunsteisbahn gleich 10.000 Zuschauer zu ihren Eishockeycracks – Eine Zahl, die das Frankfurter Eishockey in den folgenden Jahren nie mehr erreichen sollte.

Trotzdem etablierte sich der Frankfurter Eishockeyklzb mehr oder weniger erfolgreich in der Oberliga, wenn man mal von einem kleinen Abstecher in die Bundesliga absieht, aus der man jedoch gleich 12 Monate später wieder abstieg. Doch die Eishockey-Euphorie in der Mainmetropole ebbte auch schnell wieder ab und führte zweitweise zu kuriosen Szenen. Als zu einem Spiel in der Saison 1976/77 nur 36 Zuschauer erschienen, verkauften die Frankfurter ihre Heimspiele der Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga den eigenen Gegnern, um die Eishockey-Abteilung der Eintracht auch weiterhin am Leben zu erhalten.

Erst zu Beginn der 80er Jahre entschloss man sich in Frankfurt dann endgültig, höhere Ziele anzustreben. Man wollte die Oberliga ein für alle Mal verlassen und endlich wieder in der Bundesliga spielen.

Die ersten Jahre Bundesliga und der erste Crash

Als die Mannschaft im Jahr 1981 endlich in die Eissporthalle am Ratsweg umziehen konnte, ging auch der Weg des Frankfurter Eishockeys wieder nach oben. Mit der neuen Spielstätte im Rücken stieg man nur ein Jahr später in die 2. Bundesliga auf und plötzlich pilgerten auch die Zuschauer wieder zur Eishockey-Eintracht. Angestachelt von den sportlichen Erfolgen und mit den Zuschauern im Rücken gelang der Mannschaft in der Saison 1985/86 sogar der viel umjubelte Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Zwar konnten die Frankfurter dort in den ersten Jahren keine grossen Erfolge verbuchen, doch immerhin hielt man sich in der damals höchsten deutschen Spielklasse. Während man in der Saison 1986/87 im Playoff-Viertelfinale dem Kölner EC geschlagen geben musste, häuften sich hinter den Kulissen – wie auch heutzutage – die Schuldenbeträge. Doch im Gegensatz zur aktuellen Saison schaffte man es in Frankfurt trotz der finanziellen Schieflage, die Lizenz für die anstehende Saison zu sichern.

Die Eintracht kämpfte sich in den kommenden Jahren mit erstaunlicher Beharrlichkeit in die Viertelfinals der Bundesliga, nur um dort zu scheitern. Nach der Niederlage gegen den KEC setzte es gleich zweimal einen Dämpfer gegen Rosenheim. Das reichte den Frankfurtern natürlich nicht und so besserte man ordentlich nach: Der tschechische Topscorer Jiri Lala avancierte zwar zu einem der erfolgreichsten Spieler der Liga, doch der Schuldenberg wurde auch dank dieser Verpflichtung immer grösser. Als der Verein dann plötzlich knapp 7 Millionen D-Mark begleichen musste, beschloss der Vorstand der Eintracht, sich von seiner Eishockeyabteilung zu trennen.

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München erhält Lizenz, Frankfurt und Kassel nicht

02.07.2010

Die DEL verkündete heute das, was den Eishockeyfans bereits seit Mittwochabend klar war: Während der Zweitligameister des EHC München nach einem langen Hin und Her doch noch eine Lizenz für die kommende Saison erhält, werden die Kassel Huskies und die Frankfurt Lions nicht mehr am Spielbetrieb der DEL teilnehmen.

Für den EHC war es dementsprechend ein erfreulicher Tag. Obwohl die DEL dem Klub vor einigen Wocheb bereits den Beitritt verweigert hatte und die Münchner zwischenzeitlich mit der Abwanderung in Richtung Österreich drohten, erhielt der sportliche Aufsteiger aus der 2. Liga nun doch noch die Lizenz.

Während sich die Fans aus Bayern also freuen durften, wurden die niederschmetternden Meldungen aus Kassel und Fankfurt bestätigt, die am Mittwoch bereits die Runde machten: Beide Mannschaften werden keine Lizenz erhalten!

Die Liga begründete die Verweigerung der Lizenzen an beide Mannschaften damit, dass keines der beiden Teams einen soliden Wirtschaftsplan vorweisen konnte, wie Wirtschaftsprüfungen belegen sollen.

Damit können die Kassel Huskies und Herr Westhelle sich in den kommenden Wochen einen Wolf klagen und bis vor den obersten deutschen Gerichtshof ziehen – es würde nichts nutzen, weil die Verweigerung auf ”anderen rechtlichen Grundlagen” beruht, wie es in der offiziellen Erklärung heisst.  

Zwar hatte Fritz Westhelle sich auch für die heutige Sitzung eine einstweilige Verfügung besorgt, die erneut bewirken sollte, dass die Huskies nicht ausgeschlossen werden dürfen, doch dieser Schachzug schlug erneut fehl. Vorerst!

Die Liga kam den Huskies sogar entgegen und bot dem Verein an, alle strittigen Punkte vor einem unabhängigen Schiedsgericht zu klären. Doch anscheinend hat man in Kassel bereits andere Pläne und will sein Pulver nicht vor dem Schiedsgericht verpulvern. Oder wieso hätte der Klub das Angebot der Liga sonst ablehnen sollen?

Trotz der Entscheidung der DEL dürfen wir uns also auch in den kommenden Wochen auf weitere Gerichtsurteile und Verfügungen einstellen. Denn wer glaubt schon, dass Westhelle und seine Huskies sich mit dieser Entscheidung zufrieden geben?

Es scheint also wahrscheinlich, dass sowohl die Huskies als auch die Frankfurt Lions noch vor das DEL-Schiedsgericht oder ein ordentliches Gericht ziehen werden.

Es lebe die Sommerpause!

Frankfurt und Kassel erhalten keine Lizenz!

01.07.2010

Eine Meldung, die alle DEL-Fans gestern überrascht haben dürfte: Die Frankfurt Lions und die Kassel Huskies erhalten keine DEL-Lizenz für die kommende Spielzeit!

Wie mehrere Eishockeymagazine und die Frankfurter auf ihrer offiziellen Homepage gestern berichteten werden beide Mannschaften in der kommenden Saison nicht am Spielbetrieb teilnehmen.

Besonders überraschend kommt die Meldung von den Lions, die nach dem Absprung ihres Sponsors eigentlich wieder auf dem Weg der Besserung waren. Neue Sponsoren und Gesellschafter wurden gefunden und man hatte sich mit der Stadt auf einen optimierten Mietvertrag geeinigt.

Der Grund für die Nicht-Erlassung der Lizenz seitens der DEL ist allerdings relativ simpel: Die Lions konnten trotz des Entgegenkommens der Stadt keine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemäss der Lizenzordnung der DEL nachweisen.

Den Frankfurtern bleiben jetzt nur noch zwei Möglichkeiten. Zum einen wäre Für die Lions bleiben nun nur noch zwei Möglichkeiten: Zum einen wäre die Anrufung des Schiedsgerichts denkabr oder aber der Gang über zivile Gerichte.

Diesen Weg werden die Kassel Huskies einschlagen, die sich ja mittlerweile mit Gerichten auskennen. Nachdem die DEL dem Verein mitteilte, dass die Zahlen der Sponsorenfirma Rosco nicht ausreichen, werden die Huskies ihr Glück nun erneut bei einem Richter suchen, um die verweigerte Lizenz zu erstreiten.

Und doch scheint es mittlerweile klar, dass die DEL im kommenden Jahr ohne Huskies und Lions auskommen muss und die Fans mit den Frankfurtern ein fest angestammtes Team vermissen werden. Die Lions waren in den vergangenen Jaren immer ein fester Bestandteil der DEL und in vielen Stadien gern gesehen.

Genauere Informationen wird die Liga bei der Gesellschafter-Versammlung am Freitag in Köln bekanntgeben.

Lions sind gerettet!

24.06.2010

Hätten die Frankfurt Lions ihr wirtschaftliches Konzept für die kommende Saison gestern auch nur zwei Stunden später eingereicht, wäre es zu spät gewesen. Um 22:08 Uhr trudelten die Unterlagen der Frankfurter bei der DEL ein – genau 112 Minuten vor der letzten Abgabefrist.

Doch dann konnten die Lions endlich das vermelden, was sich ihre Fans erhofft hatten.

“Wir haben die nötigen Lizenzunterlagen eingereicht”

liess der Verein verlauten und damit scheint die Rettung sowie der Verbleib der Lions in der DEL perfekt zu sein.

Dass die Lions die drohende Insolvenz am Ende doch noch abwenden konnten, lag auch an der Mithilfe der Stadt Frankfurt. Denn neben den knapp 2.5 Millionen Euro Schulden, die den Lions zur Deckung des Etats fehlten, hatte der Verein zusätzlich noch knapp 800.000 Euro Mietschulden bei der Stadt. Die Kommune entschied sich jedoch dazu die Schulden zu erlassen und die Miete zusätzlich künftig noch weiter zu senken.

“Dieses Entgegenkommen der Stadt Frankfurt war für uns ein ganz wichtiger Schritt”

sagte Matthias Scholze, der Pressesprecher der Lions, gestern erleichtert.

Wie die Lions das restliche Schuldenloch von knapp 1.5 Millionen Euro gestopft haben, ist weiterhin nicht bekannt. Ein neuer Sponsor wurde gestern jedenfalls nicht präsentiert, aber es scheint wahrscheinlich, dass der Verein entweder einen Geldgeber in Form eines Sponsors oder eines weiteren Gesellschafters gefunden hat. Vielleicht sogar beides.

Und damit sieht es nun plötzlich wieder so aus, als würde das Sommertheater unbeschadet an allen Vereinen vorbeigehen und als würde man in der kommenden Saison mit 16 Mannschaften an den Start gehen. Bis dann die nächsten Insolvenzmeldungen folgen…

Noch eine Woche…

16.06.2010

Eine Woche, sieben Tage, 168 Stunden – So lange haben die Frankfurt Lions noch Zeit einen neuen Sponsor aufzutreiben oder im Lotto zu gewinnen. In jedem Fall sollte der Verein seine Schulden bis dahin getilgt haben um eine DEL-Lizenz für die kommende Saison zu erhalten.

Ansonsten müsste die DEL in der kommenden Saison ohne die Frankfurter auskommen.

Die Liga gewährte dem Klub heute eine letzte Frist um die Auflagen zu erfüllen und somit haben die Lions nochmals einen Aufschub bis zum kommenden Mittwoch um 24 Uhr  bekommen.

Und das, obwohl die Lions gehofft hatten, dass die Zusage der Stadt Frankfurt den Verein retten könnte, doch die DEL-Vertreter entschieden, dass die blossen Verpsrechungen nicht ausreichend für die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Lions seien.

Die Stadt Frankfurt hatte den Lions zuvor eine mögliche finanzielle Unterstützung zugesagt, eine definitive Zusage gibt es allerdings nicht.

Und um die prekäre Situation der DEL perfekt zu machen: Nicht nur der Fall der Frankfurter wurde heute angehört, sondern auch die Situationen in Berlin, Hamburg, Hannover, Kassel, Köln und Krefeld wurden geklärt. Alle Vereine dürfen ihr letzten Problemchen beseitigen, um im kommenden Jahr definitiv in der DEL spielen zu dürfen.

Daniel Goldstein, der Pressesprecher von den Eisbären Berlin, sagte allerdings, dass die Hauptstädter ihre Nachweise für die Lizenz schon erbracht hätten und es sich daher um einen “ganz normalen Vorgang” handle.

Damit wäre mal wieder eindrucksvoll bewiesen: Diese Liga hat ein Problem!

Chaos in Frankfurt

05.06.2010

Es war mal wieder ein turbulenter Tag für die deutschen Eishockeyfans. Denn trotz der Sommerpause kommt die Deutsche Eishockey Liga einfach nicht zur Ruhe.

Die neusten Meldungen kamen heute aus Frankfurt. Denn nach zuletzt positiven Meldungen – die Lizenz-Unterlagen wurden eingereicht, ein Sponsor konnte gehalten werden ud die Stadt will den Lions in Sachen Hallenmiete entgegen kommen – kursierten heute Meldungen über personelle Konsequenzen bei den Frankfurtern.

Eine grosse deutsche Boulevard-Zeitung vermeldete heute morgen, dass die Lions ihren Geschäftsführer Stephan Werner, sowie Sportdirektor und Jugenkoordinator Erich Kühnhackl entlassen haben. Zwar wurde die Entlassungs Werners am späteren Nachmittag bestätigt, von einer Entlassung Erich Kühnhackls wussten die Verantwortlichen der Lions allerdings nichts.

Logisch ist allerdings, dass die Frankfurter vor der anstehenden Eröffnung eines Insolvenz-Verfahrens jeden Cent umdrehen müssen und schauen, wo sie unnötige Kosten einsparen können. Die erste Wahl fiel dabei auf Geschäftsführer Werner, der das Finanz-Chaos der Löwen nicht verhindern konnte. Nach Berichten aus Frankfurt “übersah” der Geschäftsführer das Finanzloch von rund 2 Millionen Euro und konnte keine neuen Sponsoren finden.

Genau aus diesem Grund, der Verpflichtung von potentiellen Geldgebern, hatten die Lions auch Erich Kühnhackl vor der Saison verpflichtet, obwohl Ex-Löwe Dwayne Norris die Stelle des Sportdirektors schon besetzte. Doch auch Kühnhackl gelang es mit seinem prominenten Namen nicht, neue Geldgeber zu finden und deswegen würde auch eine Trennung der Frankfurter von Kühnhackl aus finanzieller Sicht durchaus Sinn machen.

Trotzdem bleibt bei den widersprüchlichen Meldungen von heute erneut ein fader Beigeschmack. Nach dem Theater um die Lizenz der Kassel Huskies hat die DEL also ihr nächstes Problem gefunden.

Schade, dass die tollen Leistungen der Weltmeisterschaft dank diesen Meldungen schon lang in den Hintergrund getreten sind.

Das Chaos ist perfekt

28.05.2010

Die WM ist nichtmal eine Woche vorbei, doch schon scheinen die hausgemachten Probleme der Deutschen Eishockey Liga das “Frühlingsmärchen” längst vergessen gemacht zu haben.

Nach dem Ausschluss der Kassel Huskies aus der Liga gestern, platzte jetzt die nächste Bombe: Die Frankfurt Lions haben angekündigt, ein Insolvenz-Verfahren zu eröffnen.

Wie der Klub auf seiner Homepage offiziell bestätigte, werde man heute noch den Gang zum Amtsgericht Frankfurt antreten.

„Die Frankfurt Lions sehen sich gezwungen, am heutigen Freitag einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht der Stadt Frankfurt zu stellen.

Damit dürfte klar sein, dass die Lions es in den vergangenen Wochen nicht geschafft haben neue Sponsoren aufzutrieben, nachdem dem Klub nach dem Rückzug des Sponsors Commerzbank über eine Million Euro fehlten. Zwar sei die Stadt den Lions in den vergangenen Tagen entgegen gekommen, doch der Schuldenberg sei für den Verein noch immer zu hoch.

Die Suche nach neuen Sponsoren und Geldgeber verlief bisher im Sand und mit den Schulden der vergangenen Saison und den Kosten der neuen Spielzeit scheinen die Lions derzeit vor einer Schuldensumme von zwei Millionen Euro (!) zu stehen.

Zwar sind die Lions-Fans mit Demonstrationen bereits aktiv geworden, haben die prekäre Situation der Lions in die Öffentlichkeit getragen, doch neue Sponsoren wurden dadurch trotzdem nicht gefunden.

Die anstehende Saison scheint jedoch derzeit noch nicht in Gefahr zu sein, da der Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahren laut DEL-Regeln kein Grund für eine Nicht-Lizensierung darstellt.

Die Unterlagen zur Lizensierung werden die Lions am Montag fristgerecht erhalten, heisst es auf der Homepage. Erst wenn es zu einer tatsächlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens kommt, müssen die Lions um ihren Fortbestand in der DEL zittern.

Frankfurt Lions pleite?

14.05.2010

Die deutsche Eishockeynationalmannschaft schreibt nach den Siegen über die USA und Dänemark weiterhin positive Schlagzeilen, das deutsche Eishockey wird endlich wieder wahr genommen. Die DEL hingegen muss nach der Posse um die Kassel Huskies den nächsten Insolvenz-Patienten begrüssen: Die Frankfurt Lions.

Nachdem in den vergangenen Wochen erst die Kölner Haie, dann die DEG Metro Stars, dann die Krefeld Pinguine bedroht waren, sind jetzt also die Lions an der Reihe. Der Grund: Nachdem die Commerzbank ihr Sponsoring bei den Lions zurückgezogen hat, stehen die Frankfurter vor aktuen Geldnöten.

Auch die Gesellschafter haben laut Bild keine Lust mehr in das Verlustgeschäft Lions zu investieren. Selbst in der abgelaufenen Saison, in der die Lions gut spielten, schrieb der Verein ein Minus von über einer Million Euro.

Siggi Schneider, der Kopf der Gesellschafter, hatte in der abgelaufenen Saison viele Mittel in die Jugendabteil der Frankfurter, die Young Lions, gepumpt, die dem A-Team jetzt fehlen. Zudem wurden in der Eissporthalle die VIP-Bereiche renoviert, was zusätzliche Euros verschlang.

Euros, die die Lions eigentlich nicht haben, weil die Sponsoren sich zurückgezogen haben. Der Werbeplatz auf den Trikot-Rücken blieben und auch Sponsor Debitel gehört Schneider selber und bringt damit nicht wirklich Geld ein. Und dann war da ja noch das frühe Playoff-Aus, das auch nicht förderlich für ein gefülltes Portemonaie war.

Damit sind die Frankfurter jetzt auf die Hilfe der Stadt angewiesen, die ihrem Eishockeyverein unter die Arme greifen muss. Auch, damit die Eissporthalle in Frankfurt endlich modernisiert werden kann, müsste die Stadt die alten Hallenmieten erlassen.

Ansonsten gehen der DEL langsam aber sicher die Vereine aus.