Grizzly Adams Wolfsburg – Augsburger Panther 1-2 (2-3 n.V., 0-1, 6-1)
Spiel 1
Die Augsburger Panther machen da weiter, wo sie im Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin aufgehört haben. Denn auch im ersten Halbfinalspiel waren die Panther das bessere Team und setzten sich gegen die Grizzly Adams Wolfsburg mit 3-2 nach Verlängerung durch.
In den ersten 60 Minuten war das Spiel das bereits vorher erwartet enge Duell zweier Überraschungsmannschaften, doch am Ende hatten die Augsburger einfach ihn: Chris Collins.
Nachdem Hospelt bereits im ersten Drittel die Führung für die Hausherren erzielt hatte, war es Collins der das Spiel alleine drehte. Zuerst netzte der Stürmer nur eine Minute nach dem Hospelt-Tor den Ausgleich und war dann im Mitteldrittel auch für die Führung zum 2-1 verantwortlich.
Für die Wölfe erzielte Sulkovsky den erneuten Ausgleich und erzwang damit gleichzeitig die Verlängerung, weil beide Torhüter keine Treffer mehr zuliessen. Und in der Verlängerung hiess es dann nach 5 Minuten und 11 Sekunden erneut Jubeln für die Panther und erneut war es wieder Chris Collins, der das game winning goal erzielte.
Collins hatte von der Bande aus unmöglichem Winkel einfach mal draufgehalten und überraschte den ansonsten starken Jochen Reimer im Grizzly-Tor. Dessen Gegenüber, Dennis Endras, war gestern, neben Collins, erneut der beste Spieler seiner Mannschaft und wehrte ganze 42 Schüsse ab.
Spiel 2
Die Augsburger Panther wollen den Scorpions natürlich in Nichts nachstehen und legten am Abend direkt den zweiten Sieg hinterher. Die Panther konnten sich – so langsam wird es langweilig – mal wieder auf ihren Torhüter Dennis Endras verlassen, der sich beim 1-0 Erfolg seinen ersten Shutout sicherte.
Zweiter Held des Spiels war neben Endras Tyler Beechey, der das goldene Tor für seine Mannschaft erzielte. Bereits im ersten Drittel konnte der Stürmer jubeln, ehe die Wolfsburger die Belagerung des AEV-Gehäuses anordneten. Die Grizzlys spielten offensiv, konnten aber keine ihrer Chancen nutzen.
„Wir spielen mit viel Selbstvertrauen und unsere Mannschaft hat zudem ein Riesenherz. Wir nehmen alles mit, was jetzt noch kommt“
sagte Matchwinner Endras nach Spielschluss.
Spiel 3
Die Augsburger Panther sind doch noch schlagbar. Wolfsburg fand den richtigen Weg gegen die Panther, fegte die Gäste gleich mit 6-1 vom Eis und erzwang damit zumindest ein viertes Spiel in dieser Serie.
Die Wolfsburger legten sehr gut los und schossen die Scheibe im ersten Drittel gleich 19 Mal in Richtung Dennis Endras. Denn eins ist klar: Irgendwann muss der Junge ja mal ein Gegentor bekommen. Und die Chancen wachsen mit jedem Versuch!
Doch dann gingen, völlig gegen die Spielverlauf, die Augsburger in Führung: Olver hatte einen Penalty herausgearbeitet, Tyler Beechey liess sich nicht lange bitte und verwandelte sicher zum 1-0. Wolfsburg gelang aber noch im ersten Abschnitt, als Sarno Endras endlich bewzingen konnte, das 1-1.
Im Mitteldrittel münzten die Grizzlys ihre Chancen dann endlich noch in Tore um zogen den Panthern davon. Innerhalb von sieben Minuten klingelte es gleich drei Mal im Kasten von Dennis Endras – ein seltenes Ereignis. Wolfsburg profitierte allerdings auch von den vielen Strafen, die Augsburg in dieser Phase kassierte.
Auch im Schlussdrittel ließen die Wolfsburger nichts mehr anbrennen und schaukelten den ersten Halbfinal-Sieg nach Hause. Laliberte und Fischer schraubten das Ergebnis auf 6-1 und schickten Endras sogar vorzeitig unter die Dusche, der für Leo Conti Platz machen musste.
„Uns hat heute der letzte Biss gefehlt und Wolfsburg hat sehr gut gespielt. Aber jetzt freuen wir uns auf Freitag und wollen da alles klar machen“
sagte Florian Kettemer nach dem Spiel.
Damit geht es in dieser Serie weiter und die Augsburger haben am Freitag die zweite Chance, um ins DEL-Finale einzuziehen.
Spiel 4
Die Augsburger Panther haben, nach ihrem kleinen Ausrutscher im dritten Spiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg das DEL-Finale erreicht. Nach einem 3-2 Erfolg werden die Augsburger auf die Hannover Scorpions treffen
Wolfsburg wollte seine letzte Chance auf das Finale nutzen und ging auch plangemäss im ersten Drittel in Führung. Kai Holspelt brachte die Gäste im Curt-Frenzel-Stadion in Führung, doch die Augsburger hatten sich noch lange nicht aufgegeben.
Chris Collins war es dann endlich, der den wichtigen Ausgleich zum 1-1 erzielte. Dem Treffer des Stürmer war ein Sturmlauf der Panther vorausgegangen, die Jochen Reimer allein mit 14 Schüssen eindeckten. Der Treffer von Collins war daher nur eine logische Folge der Augsburger Finaloffensive.
Im Schlussdrittel machten die Panther dann den Sack endgültig zu, als Engelhardt und Chartier mit ihren Treffern das Stadion zum Kochen brachten. Wolfsburg lag zum ersten Mal hinten und sollte sich von diesem Schock nicht mehr erholen. Zwar legte Hospelt noch seinen zweiten Treffer nach, doch der kam zu spät.
Damit kommt es also ab Dienstag zu einem DEL-Finale, mit dem vor der Saison wohl niemand gerechnet hätte: Hannover-Augsburg. Und ich bin mir sicher, dass die Panther, getragen von der Eurphorie ihrer Fans, auch die Endrunde für sich entscheiden können.
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