Beiträge in der Kategorie ‘Grizzly Adams Wolfsburg’

Heimlich, still & leise

15.02.2010

Ich muss schon gestehen: Ich habe mich vor einigen Tagen ein bisschen erschrocken, als ich gesehen habe, dass die Grizzly Adams Wolfsburg sich klammheimlich in der Tabelle nach oben gearbeitet und die DEG vom zweiten Rang verdrängt haben.

Und das plötzlich eine Mannschaft da steht, wo man vor der Saison eigentlich die Adler Mannheim erwartet hätte. Die Grizzlys haben die Erwartungen der Experten und sicherlich auch der eigenen Fans weitaus übertroffen – “Platz 10″ war in Wolfsburg immer als Saisonziel ausgegeben.

Ich selber hatte die Wolfsburger vor der Saison auf Rang 12 geschätzt, Boris Rousson setzte sie für die Eishockey News auf Platz 10 – trotz der starken letzten Saison und dem Pokalgewinn gegen Hannover. Immerhin kam Andreas Niederberger mit seinem Tipp von Platz 6 am nähesten an die aktuelle Platzierung der Bären heran.

Aber was macht die Grizzlys in diesem Jahr eigentlich so stark?

Der grosse Vorteil der Wolfsburger ist bei einem Blick auf die Mannschaftsteile schnell ausgemacht. Zwar verfügen die Wolfsburger besonders mit Kai Hospelt, dem Spieler des Monats Januar, und Top-Torjäger Ken Magowan über eine starke Offensive, das Prunkstück der Niedersachsen bleibt aber die Defensive.

weiterlesen »

Unberechenbar

26.09.2009

Ja klar, die DEL ist ausgeglichen, die Kleinen können die Grossen schlagen und konservative Tippspiele machen nicht nur wegen der unzähligen Spieltage wenig Laune.

Aber jetzt mal ehrlich. Wer hätte diese Tabelle nach 7 von 60 Spieltagen prophezeit:


Quelle: del.org

Da hat sich doch gestern tatsächlich noch eine Menge verschoben und die DEL hat einige Mannschaften in die oberen Tabellenhälfte gespült, die man dort nicht unbedingt erwartet hätte.

Den grössten Satz machten dabei die Iserlohn Roosters, die die Krefeld Pinguine mit 5-3 bezwangen und sich hinter die Eisbären Berlin klemmten. Und wenn die Roosters schonmal fünf Tore schiessen, dann dürfen natürlich auch die beiden Topscorer nicht fehlen. Sowohl Robert Hock als auch Mads Christensen schenkten Scotty Langkow gestern eine Scheibe ein und katapultierten ihr Team auf den zweiten Tabellenplatz.

Punktgleich mit Iserlohn sind derzeit auch die Grizzly aus Wolfsburg. Die Braunbären schoben das bisherige Überraschungsteam aus Augsburg beiseite. Dabei lagen die Panther noch bis sechs Minuten vor dem Schluss mit 2-1 in Front, ehe Furchner und Milley die beiden Treffer zum Sieg erzielten und sich die Wolfsburger nur wegen dem schwächeren Torverhältnis nicht “Eisbären-Jäger” nennen dürfen.

Das dritte Team im Bunde der 12-Punkte-Teams sind die Kassel Huskies. Den Schlittenhunden hatten vor der Saison wohl nichtmal die eigenen Fans einen Platz vor den Adlern Mannheim vorhergesagt, jetzt stehen sie auf Rang 4.

Und es bleibt dabei: Es ist derzeit sicher nicht von Vorteil sich selber als “Eishockey-Experten” auszugeben. Es kann eigentlich nur schiefgehen…

Um die untere Tabellenhälfte mit den Mannschaften, bei denen schon so langsam die neuen Trainer gehandelt werden können (Hamburg, Ingolstadt, Krefeld), kümmern wir uns dann am Sonntag…

Trikottausch: Grizzly Adams Wolfsburg

12.07.2009

So, jetzt haben auch die Grizzlys ihre Tracht für die kommende Saison präsentiert und wie erwartet gibt es überhaupt keine Überraschungen.

Bis auf die Tatsache, dass die Grizzlys das Jersey als Heimtrikot wählen, was die meisten anderen Vereine im Schrank lassen würden. Aber das kennt man ja mittlerweile aus Wolfsburg.

Wolfsburg
Quelle: ehc-wolfsburg.de

Ansonsten wie immer sehr schön, wenn der Sponsor grösser ist als das Logo. Aber auch das ist ja normal geworden…

Nachgefragt: Grizzly Adams Wolfsburg

22.06.2009

Das nächste Überraschungsteam der Saison!

Die Braunbären in den lustigsten Trikots der Liga haben doch tatsächlich den ersten Titel der Vereinsgeschichte eingefahren. Klingt nach Friede, Freude, Eierkuchen, oder doch nicht?

weiterlesen »

Playoff-Viertelfinale: Hannover Scorpions vs. Grizzly Adams Wolfsburg

24.03.2009

Vorschau

Wer hätte vor dieser Saison schon gedacht, dass die Wolfsburger in dieser Saison in den Playoffs dabei sein würden? – Wahrscheinlich die wenigsten. Doch Toni Krinner und Charly Fliegauf haben in der VW-Stadt eindrucksvolle Arbeit geleistet und haben aus den Grizzlys eine schlagkräftige Truppe geformt.

Von Beginn der Saison an waren die Niedersachsen in der Playoff-Rängen vertreten und im ersten Testspiel für die Playoffs gegen die Scorpions gewannen die Wolfsburger mit dem DEB-Pokal den ersten Titel in ihrer Vereinsgeschichte.

Die Hannover Scorpions sorgten in diesem Jahr ebenfalls für Aufsehen. Die Truppe von Hans Zach spielte zwischenzeitlich alle Gegner an die Wand und war bereits mit grossem Vorsprung Tabellenführer. Nur die Eisbären Berlin konnten die Scorpions vor dem Ende der Saison noch abfangen und verwiesen die Hannoveraner auf den zweiten Rang.

Wie das Pokal-Duell bereits gezeigt hat, können sich die Fans im Niedersachen-Duell auf eine spannende Serie einrichten. Bleibt nur zu hoffen, dass es sich mittlerweile auch in Wolfsburg rumgesprochen hat, dass die Playoffs beginnen und sich mehr als 1.000 Zuschauer in die Halle bemühen. weiterlesen »

DEL Pre-Playoffs 2009, 5. Runde

11.03.2009

Fünf Runden haben die Pre-Playoffs doch noch beansprucht. Die Wolfsburger haben in ihrem Duell mit Augsburg nur vier Partien benötigt und waren bereits vorzeitig qualifiziert, Hamburg startete nach dem 0-2 Rückstand gegen Frankfurt erst richtig durch und drehte die Serie noch.

Hamburg Freezers vs. Frankfurt Lions 3-2

Spiel 5

Tja, die Hamburger, die alten Füchse!

Erst wiegen sie die Frankfurt Lions in Sicherheit, indem sie die ersten Spiele in der Heimat verloren, nur um dann die folgenden drei Spiele allesamt zu gewinnen und doch noch in die Playoffs einzuziehen. Wie schon in der regulären Saison machen die Freezers also auf den letzten Drücker alles klar.

Im entscheidenden Spiel Nummer 5 setzten sich die Hanseaten zum ersten Mal in dieser Serie mit mehr als einem Tor Unterschied durch. 4-2 hiess es schliesslich und die Jungs von Paul Gardner konnten ihre Aufholjagd feiern.

Das Spiel war, wie auch die anderen Begegnungen, lange Zeit ausgeglichen. Jere Karalahti sorgte im ersten Drittel für die erste Führung, doch die Lions konnten den Spielstand in der 26. Minute durch einen Treffer von Jeff Heerema wieder ausgleichen.

Doch kurz vor Ende des Mittelabschnitts folgte die grosse Aab-Show. Der Stürmer der Hamburger machte erst Lasse Kopitz nass und liess dann auch Goalie Ian Gordon keine Chance. 2-1!

Richie Mueller legte im letzten Drittel noch einen Treffer nach, Hahn hielt die Flamme der Hoffnung mit seinem erneuten Anschluss noch am Leben, doch Johndie harte SauTripp machte den Sack mit seinem 4-2 68 Sekunden vor dem Ende endgültig zu.

Damit ist die Rückkehr der Freezers perfekt und die Lions können sich nach fünf Begegnungen schon wieder von ihrem “In Your Face”-Eishockey verabschieden und in den Urlaub fahren.

Im Duell der Anschütz-Klubs warten jetzt die Eisbären Berlin auf die Freezers. Und so wie die Eisbären in den letzten Spieltagen der Hauptrunde aufgelegt waren, könnte die Saison für die Freezers nach diesem kleinen Wunder doch nocht recht schnell zu Ende gehen.

Spiel 4

Wer hätte gedacht, dass die Hamburg Freezers sich nach den zwei bescheidenen ersten Auftritten in der Pre-Playoffs nochmal aufrappeln können und am Mittwoch gegen die Frankfurt Lions in heimischer Halle wieder alle Chancen auf den Playoff-Einzug haben?

Im vierten Spiel der Serie gewannen die Hamburger wieder knapp mit 2-1 in der Verlängerung.

Aab hatte die Führung erzielt, Vorobiev noch im ersten Drittel ausgeglichen und dann ging das grosse Taktieren los. Die Frankfurt waren zwar überlegen, doch wie bereits gestern wieder mit einem unterirdischen Powerplay. Heute vergab die Chernomaz-Truppe ganze elf (!!!) Überzahlmöglichkeiten sausen. Damit liegt die Quote der Löwen in den Pre-Playoffs bei unglaublichen 0%.

In der Verlängerung erzielte Alex Barta, wer auch sonst, den “Sudden Death” für die Frankfurter und somit kommt es Mittwoch zum grossen Showdown in der ColorLine-Arena zu Hamburg.

Spiel 3

Im dritten Spiel der diesjährigen Playoffs haben die Hamburg Freezers ihren Kopf vorzeitig aus der Schlinge gezogen. In Frankfurt gewannen die Hanseaten mit 2-1 und haben damit die Chance auf den Playoff-Einzug gewahrt.

“Die Freezers waren heute zweikampfstärker und zeigten zudem mehr Emotionen als meine Mannschaft”

musst Rich Chernomaz nach der Partie neidlos anerkennen und verschwieg dabei galant die Schwächen seiner eigenen Männer. Von fünf Überzahlspielen liessen die Löwen, wie übrigens auch die Freezers, allesamt ungenutzt und den möglichen Sieg vor Augen, agierten die Gastgeber zu defensiv.

Zwar sorgte “Playoff-MonsterPat Kavanagh für die 1-0 Führung im zweiten Drittel, doch Clarke Wilm und Francois Fortier sorgten für die Wende. Bezeichnend für den Kampfgeist der Hamburger war John Tripp, dem nach einem Schuss sein Visier zerbrach und die Stirn des Stürmers aufschlitzte. Doch Tripp, eine lange Blutspur hinter sich herziehend, liess sich nur kurz nähen und stand danach wieder auf dem Eis.

SO gewinnt man Playoffs!

weiterlesen »

Es bleibt spannend…

28.02.2009

51 von 52 Spieltagen sind seit gestern Abend in der Deutschen Eishockey Liga gespielt. Und obwohl es nur noch eine einzige Chance gibt um sich Punkte zu erspielen, stehen erst drei von 16 Platzierungen endgültig fest.

Die Eisbären Berlin werden die Hauptrunde nach ihrem gestrigen 5-3 Erfolg über Frankfurt definitiv als Tabellenerster beenden, die Hannover Scorpions folgen als Zweiter und natürlich ist auch den Duisburger Füchsen ihr hart erkämpfter 16. Platz am letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen.

Hinter dem Spitzenduo aus Berlin und Hanonver stehen die DEG Metro Stars und die Adler Mannheim in den Startlöchern. Die beiden Mannschaften haben die direkte Playoff-Qualifikation ebenfalls schon in der Tasche, doch ab dem fünften Rang geht der grosse Kampf um die Positionen erst richtig los.

Sechs Mannschaften müssen sich morgen um die letzten beiden Playoff-Plätze prügeln! weiterlesen »

Grizzlys holen den Pott!

25.02.2009

Ach ja, der DEB-Pokal. Den gibt es ja auch noch…

Wie in jeder Saison habe ich den Pokal schnell abgehakt, als die Pinguine sich bereits vorzeitig von dieser Veranstaltung verabschiedet haben.

Hinzu kam in diesem Jahr ja auch noch die schwachsinnige Gruppen-Regelung, die es zum Beispiel möglich machte, dass der Titelverteidiger aus Berlin mit einem 10-2 gegen Leipzig und einem 5-3 gegen Crimmitschau ausscheiden musste.

Die Hannover Scorpions hatten das bessere Torverhältnis in der ersten Pokal-Runde und setzten sich in der Berlin-Gruppe durch. Von da an gewann die Mannschaft von Hans Zach ihre Spiele allesamt und stand gestern im Finale um die begehrte Trophäe. Der Gegener war der niedersächsische Ligakonkurrent aus Wolfsburg.

Und die Grizzlys machten den Scorpions einen ordentlichen Strich durch die Rechnung und sorgten dafür, dass die Hannoveraner auch in dieser Saison wieder keinen Titel gewinnen werden. Mit 5-3 gewannen die Wolfsburger und sicherten sich somit den ersten Titel ihrer Vereinsgeschichteweiterlesen »

Degon nach Berlin

12.02.2009

Da habe ich erst vor ein paar Tagen geschrieben, dass die Grizzly Adams Wolfsburg nach der Vertragsverlängerung mit Jan-Axel Alavaara auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe zusammen haben, da tauchen schon die Eisbären auf und verpflichten den Wolfsburger Top-Defender Marvin Degon.

Degon spielt in diesem Jahr erst seine Premierensaison in der DEL und war zuvor aus der AHL von den Hamilton Bulldogs gekommen. Und nach der bisherigen Saison und den 39 Scorerpunkten aus den bisherigen 46 Spielen hat Degon das Sprungbrett Wolfsburg genutzt.

Als bisher drittbester Verteidiger hinter Deron Quint und Richard Pavlikovsky wird Degon die Grizzlys verlassen und für zwei Jahre in Berlin auf dem Eis stehen.

Immerhin konnte Charly Fliegauf vermelden, dass Kai Hospelt seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat.

Damit bleiben zwar viele Stützen des Wolfsburger Spiels auch in der kommenden Saison erhalten, jedoch dürfte die Abgänge von Juston Papineau und eben Marvin Degon schmerzen. Aber das ist nun mal, Jahr für Jahr, das schwere Los der Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel.

Alavaara bleibt

10.02.2009

Neben dem ganzen Olypia-Quali-Rummel gibt es tatsächlich noch ein paar Meldungen, die die DEL betreffen.

So haben die Grizzly Adams aus Wolfsburg die kleine Pause genutzt, um den Vertrag mit ihren Verteidiger Jan-Axel Alavaara zu verlängern. Der Schwede hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und bleibt den VW-Klub damit bis 2011 erhalten.

Alavaara ist mit derzeit 37 Scorerpunkten aus 46 Spielen der zweitbeste Verteidiger der Grizzlys hinter Marvin Degon und kommt auf eine ordentlich +/- Bilanz von +9. Degon schafft es in dieser Rubrik nur auf +6.

Natürlich ist man auch in Wolfsburg glücklich, dass der Verteidiger gleich in der seiner ersten DEL-Saison so gut zurecht kommt, nachdem er von den Kloten Flyers aus der Schweiz nach Niedersachsen gewechselt war:

„Axel hat sich zu einer großen Stütze in unserer Abwehr und zu einem Top-Verteidiger der gesamten DEL entwickelt. Sein harter Schlagschuss macht ihn zu einem entscheidenden Faktor im Powerplay und auch sonst steht er in allen wichtigen Situationen auf dem Eis.“

sagte Sportdirektor Charly Fliegauf zur Verlängerung des Vertrages.

Damit haben die Wolfsburger mit Alavaara, Jochen Reimer aus Düsseldorf, Norm Milley und Mike Green bereits wichtige Verträge geschlossen und können vielleicht auch in der kommenden Saison wieder für eine Überraschung sorgen.