In der Regel haben Trainerwechsel schon einen positiven Effekt. Oftmals hat man bereits beobachten dürfen, dass Mannschaften, die in einer tiefen Krise steckten noch einmal alle Kräfte mobilisierten und sich gegen einen drohenden Abstieg o.ä. stemmen.
Das beste Beispiel ist sicherlich die Erfolgsgeschichte von Paul Gardner in Hamburg, der die Freezers derzeit wieder auf einen Pre-Playoff Platz gecoacht hat.
Das es allerdings auch anders kommen kann, zeigt die DEL in dieser Saison in Perfektion. In Köln brachten gleich drei Trainer keinen Erfolg und auch der Trainerwechsel in Iserlohn ging gestern ordentlich nach hinten los.
Vor dem Spiel wurde gross angekündigt, dass Neu-Trainer Ulrich Liebsch auf seine Routiniers zurückgreifen wollte um die den Erfolg zu erzwingen.
Dabei bewies sich besonders die Nominierung von Norm Maracle als ein Fehlgriff. In der letzten Saison noch einer der stärksten Torhüter der DEL, musste Maracle gestern bereits nach nicht mal 13 Spielminuten seinen Platz räumen.
Sein Arbeitsnachweise: 10 Schüsse auf sein Tor, sechs abgewehrt, vier Gegentore. Macht, nach Adam Riese, eine Fangquote von 60 Prozent!
Zwar konnten die Roosters sich nach dem Rückstand noch einigermassen bekrabbeln, jedoch zeigten die Eisbären ihrem Gegner in der heimischen o2-World wie schon vielen anderen Teams die Grenzen auf und gewannen letztendlich souverän mit 9-5. Die Roosters waren trotz einer verbesserten Leistung in den letzten beiden Dritteln nie in der Lage, das Spiel noch zu drehen.
Bei den Hauptstädtern zeigte sich gestern besonders die Deutschland-Connection in Torlaune. Beaufait und Walker funkten dreimal dazwischen, aber ansonsten machten Florian Busch, André Rankel, Frank Hördler und Alexander Weiss in Geberlaune. Sechs Treffer gingen auf das Konto der Deutschen, Florian Busch, der extra nicht zur Olympia-Quali gereist war, zeigte sich mich drei Treffern bestens erholt. Was der wohl wieder genommen hat?
Durch die Niederlage in Berlin, müssen die Roosters jetzt auf die Freezers hoffen, die immer noch drei Punkte in Front liegen und den letzten Pre-Playoff Rang belegen. Die Eisbären hingegen haben ihre Chance genutzt und sind durch den Sieg näher an die Scorpions herangerückt. Nur noch zwei Zähler trennen den Ersten vom Tabellenzweiten.