Beiträge in der Kategorie ‘Eishockey WM’

WM-Eröffnung gegen USA

15.05.2009

Jetzt ist es amtlich!

Die Mannschaft, gegen die sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im kommenden Jahr vor knapp 76.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke blamieren wird, wird die der USA sein.

Das gab die IIHF gestern offiziell bekannt.

Immerhin steht mit den USA wenigstens eine attraktive Mannschaft auf dem Eis, die diese Zuschauerzahl auch einigermassen rechtfertigen kann. Das Team belegte bei der WM in der Schweiz vor einigen Tagen den vierten Platz und und sorgte unter anderem mit dem Sieg gegen Finnland für eine grosse Überraschung.

Nach dem Auftreten der Deutschen in den vergangenen Tagen zu urteilen, dürfte das Ergebnis auf Schalke deutlich werden. Aber es könnte auch auf diese Weise ein Spektakel für die Zuschauer geben.

Und vielleicht gibt es ja auch ein faustdicke Überraschung.

Immerhin dürften die NHL-Cracks, die sich voll auf die Olympischen Spiele in Vancouver konzentrieren werden, im kommenden Jahr nicht über den grossen Teich fliegen. Und dann kann der DEB auch gleich mal zeigen, warum man in der A-Gruppe spielt.

Wer noch immer keine Karte hat und doch noch nach Gelsenkirchen oder in eines der anderen Stadien fahren will, für den ist der 22. Mai der Stichtag. Dann gibt es die letzten Tickets für das Eröffnungsspiel und die Vor-, Zwischen- und Finalrundenpakete.

Neben dem Eröffnungsspiel gab die IIHF auch gleich noch die vier Gruppen bekannt, die nach der WM in der Schweiz jetzt feststehen:

Gruppe A: Russland, Weißrussland, Slowakei, Kasachstan
Gruppe B: Kanada, Schweiz, Lettland, Italien
Gruppe C: Schweden, Tschechen, Norwegen, Frankreich
Gruppe D: Finnland, USA, Deutschland, Dänemark

Dabei werden die Gruppen A und D in Köln antreten, die restlichen Partien werden in Mannheim ausgetragen.

Und ich überlege immer noch, ob ich nicht vielleicht doch in die Veltins Arena fahren soll…

Russland ist wieder Weltmeister

11.05.2009

Russland hat es geschafft und gestern seinen Weltmeister-Titel aus dem vergangenen Jahr gegen die Kanadier verteidigt.

Angeführt von einem überragenden Ilya Kovalchuk setzten sich die Russen am Ende knapp mit 2-1 durch und errangen ihren 25. WM-Titel. Trotz einem Schussverhältnis von 38 zu 20 zugunsten der Kanadier.

Das Finale in Bern gestaltete sich von Anfang an als spannendes Spiel zweiter Teams auf Augenhöhe. Von der ersten Sekunde zeigten die Spieler schnelles Eishockey auf höchstem Niveau und unterhielten die Zuschauer wie schon vor einem Jahr in Quebec.

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Live-Blog: WM-Finale Kanada vs. Russland

10.05.2009

WM-Finale live

10.05.2009

Für alle, die noch auf der Suche nach der abendlichen Dröhnung Eishockey sind, gibt es hier noch schnell die Link- und TV-Empfehlungen für das Spiel heute Abend:

SF – Das Schweizer Fernsehen überträgt natürlich auch das Finale der Heim-WM. Um 20 Uhr geht es los. Für alle, die SF2 nicht empfangen können, sei nochmal Zattoo empfohlen.

DSF – Das überträgt das Deutsche Sport Fernsehen schon so viele Spiele, macht aber beim Finale mal wieder schlapp. Wie immer! Immerhin gibt es auf der Homepage einen Livestream.

Ansonsten könnte ich noch einen improvisierten Live-Blog anbieten, wenn es denn gewünscht werden sollte…

Viel Spass, möge der Bessere gewinnen.

Finale!

09.05.2009

Und was für eins…

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz kommt es zum Traumfinale und ewigem Duell: Russland vs. Kanada!

In ihren Halbfinalen konnten sich beide Teams durchsetzen und somit kommt es morgen in Bern zum grossen Showdown dieses Turnier. Auf der einen Seite die Edeltechniker um Topscorer Ilya Kovalchuk, die auf die geballte kanadische Offensivpower um Turniertopscorer Martin St. Louis, Steve Stamkos und Dany Heatley treffen werden.

Für Spannung ist in jedem Fall gesorgt. Russland ist bisher noch ungeschlagen und auch die Kanadier mussten erst ein Spiel gegen Finnland abgeben.

“Everyone is definitely excited that we’re playing them again.”

freut sich auch Stürmer und Doppeltorschütze Derek Roy bereits.

Der Titelverteidiger aus Russland setzte sich gestern gegen die USA allerdings erst spät durch. Gorovikov erzielte den entscheidenden Treffer zum 3-2 Erfolg erst 107 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit.

In einem schnellen und packenden Spiel konnten besonders die US-Boys nach ihrem Sieg über Finnald erneut überraschen. Die Nordamerika hatten den Favoriten aus Russland über lange Zeit unter Kontrolle und gingen im zweiten Drittel durch ihren Captain Dustin Brown in Führung.

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Martin St. Louis

09.05.2009

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns morgen im Finale der WM erwarten könnte.

Was ist eigentlich hart?

07.05.2009

Neuer Tag, neue Regelkunde!

Bei der Partie der Eishockey-Weltmeisterschaft gestern zwischen den USA und Finnland gab es mal wieder eine strittge Situation, die geradezu nach einem Blick ins Regelbuch der IIHF geschriehen hat.

Folgende Situation: Die Finnen, 1-3 zurückliegend, fahren auf USA-Schlussmann Robert Esche zu. Immonen schiesst die Scheibe mit einem Handgelenkschuss relativ zügig Richtung Tor, trifft Goalie Esche an der Maske, von wo der Puck genau auf den Schläger von Hannes Hyvönen fällt, der nur noch am zuvor getroffenen Esche vorbei schieben muss.

Nur noch 2-3 für die USA, ein aufgebrachter Torhüter und die Frage: Wie war das nochmal genau, wenn der Torhüter an der Maske getroffen wird? Muss das Spiel dann nicht sofort unterbrochen werden?

Auf diese Frage gibt es heute eine ganz kurze Antwort, die allerdings einige Fragen offen lässt.

Das Spiel muss nach einem Treffer an die Maske des Torhüter nicht unterbrochen werden. Das sagt uns ein schneller Blick ins Regelwerk der IIHF, denn Regel 234 besagt:

Should a hard shot hit the goalkeeper’s face mask while play is in progress, the Referee shall stop play.

Das wäre schon die ganze Auflösung und gleichzeitig das Problem: Was ist ein harter Schuss?

Sicherlich hat Immonen gestern nicht komplett ausgeholt und Esche die Scheibe auf die Zwölf gezimmert, aber als “soft” würde ich den Schuss auch nicht bezeichnen. Immerhin wird er Esche gestört haben, der danach keine Chance mehr hatte, den Treffer zu verhindern.

Es wird in solche Fällen also auch weiterhin Diskussionen geben – wie immer, wenn es um die subjektive Beurteilung durch den Schiedsrichter geht.

Meiner Meinung nach sollte das Spiel in jedem Fall unterbrochen werden, egal ob harter, mittelharter oder leichter Schuss an die Maske. Aber mich fragt ja keiner ;-)

Das grosse Vorbild

05.05.2009

Juhu, die deutsche Nationalmannschaft hat es tatsächlich geschafft, sich mit einem Sieg von der Weltmeisterschaft gegen den Eishockey-Riesen aus Ungarn zu verabschieden.

2-1. Nicht viel, aber immerhin ein Sieg. Moritz Müller und Michael Bakos erzielten die beiden Treffer und verhinderten damit wenigsten das worst-case Szenario, sich völlig ohne Sieg auf den Heimweg zu machen.

Und trotzdem ist die Weltmeisterschaft und der sportliche Abstieg des DEB natürlich ein Offenbarungseid. Das habe ich hier  in den letzten Tagen bestimmt schon deutlich gemacht und will hier nicht noch weiter auf Uwe Krupp und seine Jungs niederschreiben.

Viel wichtiger ist doch die Frage, wie es weitergehen soll, in Eishockeydeutschland!

Und da würde ein Blick in die Schweiz sicherlich nicht schaden.

Die Eidegenossen, vor einigen Jahren noch auf etwa der gleichen Stufe wie die Deutschen, haben gezeigt, wie man eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen kann, die sich selbst vor einem Team USA, gespickt mit NHL-Spielern, nicht zu verstecken braucht.

Selber haben die Schweizer mit Mark Streit, Martin Gerber, Yannick Weber, Jonas Hiller und mit Abstrichen noch Luca Sbisa nur eine Handvoll Spieler, die sich in der NHL durchsetzen könnten – ähnlich ist die Situation auch in Deutschland.

Der entscheidende Unterschied, von dem auch die Nati profitiert ist, dass in der National League A nicht jeder drittklassige Kanadier, der sich halbwegs auf den Schlittschuhen halten kann den Vorzug vor den einheimischen Spielern bekommt.

Drei A-Lizenzen darf jeder Schweizer Eishockey-Klub vergeben, die restlichen Positionen müssen gezwungenermassen mit Schweizern aufgefüllt werden. Dadurch bekommen eben diese Spieler mehr Erfahrung, mehr Verantwortung, die sie auch in der Nationalmannschaft gebrauchen können.

Und dadurch kommen eben auch solche Spiele zustande wie gestern gegen die USA. Oder glaubt wirklich jemand, dass der DEB sich gestern so gegen die Amis aufgelehnt hätte, so gekämpft hätte und am Ende mit 4-3 gewonnen hätte?

In der DEL gibt es eben einzig die Eisbären, die einigermassn auf ihre Jugendabteilung setzen, aber auch dort bestehen die ersten beiden Reihen aus Spielern wie Robinson, Beaufait, Walker oder Pederson. In der anderen Mannschaften, z.B. Mannheim, findet man doch mittlerweile nur noch deutsche Spieler auf dem Papier, weil es die Regeln so vorschreiben.

Hier sollte man mal ansetzen, denn man sieht doch am Beispiel der Schweiz, dass es so funktionieren kann. Und bis auch die deutsche Liga das einsieht, spielen wir halt noch ein paar spannende B-Weltmeisterschaften…

Deutschland ist abgestiegen!

04.05.2009

So, das war es dann mit der Eishockey-Weltmeisterschaft. Die deutsche Nationalmannschaft hat es tatsächlich geschafft nach den ersten drei Niederlagen in der Vorrunde auch die beiden Spiele der Abstiegsrunde zu vergeigen.

Damit bleibt unter dem Strich nur folgende Statistik, die dem deutschen Eishockeysport zu denken geben sollte: Fünf Spiele, fünf Niederlagen, vier Tore und 14 Gegentreffer – bei so einer Bilanz würde sich selbst Energie Cottbus schämen.

Der DEB ist damit sang- und klanglos aus der A-Gruppe ausgeschieden und ist wieder Teil der Zweitklassigkeit. Wäre da nicht die WM im eigenen Land.

Dadurch, dass die Deutsch eh gesetzt sind, muss jetzt an unserer Stelle eine Mannschaft in die B-Gruppe, die es eigentlich nicht verdient hätte.

Im vorletzten Spiel gestern waren also auch die Österreicher einfach zu gut für die deutsche Mannschaft und gewannen das Spiel souverän mit 1-0.

Es war die erste Niederlage gegen unser Nachbarland seit 1934 – man könnte also schon fast von “historisch” sprechen ;-)

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Schlimmer gehts nimmer

02.05.2009

Anscheinend sind auch die Gegner in der Abstiegsrunde der Eishockey-Weltmeisterschaft noch zu gut für die deutsche Nationalmannschaft. Im ersten Spiel der “Loser-Runde” gegen Dänemark setzte es mal wieder eine 1-3 Niederlage und damit hat es Deutschland geschafft, alle ersten vier Spiele zu verlieren.

Die Toleranz der deutschen Anhänger ist längst ausgereizt und die Kritik gegenüber Uwe Krupp wird immer deutlicher. Der Trainer selbst wirkte heute nach dem Spiel im Interview ratlos und stammelte einige Worthülsen in die Mikrofone: “Die Einstellung stimmt“, “Torwart hatte einen guten Tag” oder “Wir haben engagiert gespielt” – kennt man ja.

Engagiert war die Leistung des DEB zwar, doch was bringt es denn, wenn man selber keine Tore schiesst und den Gegner teilweise dazu einlädt?

Beim 1-0 der Dänen durch NHL-Profi Mikkel Boedker von den Phoenix Coyotes im ersten Drittel, hatten sich die Herren Hördler und Renz an der blauen Linie über den Haufen gefahren und hatten den Weg für den Torschützen damit frei gemacht.

Zwar glich Schubert den Rückstand kurz danach aus, doch die Unsicherheit der Deutsch blieb.

Selbst in Überzahl schafft es der DEB derzeit einfach nicht technisch-limitierte Mannschaften in Bedrägnis zu bringen. Wie es besser gehen würde, zeigte der gestrige Gegner dann:

Peter Regin von den Ottawa Senators, einer der wenigen NHL-Legionäre der Dänen, machte sich hinter seinem eigenen Tor auf den Weg, rannte “from coast to coast”, wurde dabei von den DEB-Spielern nur bestaunt und hebelte die Scheibe mit der Rückhand in die Maschen.

So spielt man eben, wenn man nur einige herrausragende Spieler hat. Das Problem ist nur: Diese Spieler hat auch die deutsche Mannschaft, nutzen kann es die Mannschaft allerdings nicht.

Die Stimmung im Team ist nach der erneuten Niederlage allerdings bedenklich, wenn man Daniel Kreutzer zuhört:

„Wir waren dominant, aber eine Einzelaktion von denen hat die Entscheidung gebracht. Wir wollten den Sieg, aber ich kann auch nicht beantworten, warum wir nicht in der Lage sind, mehr Tore zu schießen. Wir haben uns nach dem Spiel in der Kabine angeschwiegen, keiner konnte etwas sagen“

Vielleicht hilft es ja etwas, wenn es am Sonntag gegen Österreich geht. Die haben heute immerhin gezeigt was sie können und haben die Ungarn mal eben mit 6-0 aus der Halle geschossen.

Kann man eigentlich seine Spielberechtigung als Gastgeber abtreten? Wäre vielleicht die beste Lösung für die Heim-WM im kommenden Jahr.