Beiträge in der Kategorie ‘KHL’

Gerber bricht sich den Halswirbel

15.12.2009

Eishockey ist manchmal kein schöner Sport. Erst recht nicht, wenn es zu schweren Verletzung kommt, wie es nunmal in jeder Sportart vorkommen kann.

Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem ein Eishockeyvideo über den Schirm flimmerte, das man sich nicht gerne anschaut.

Ich könnte das Video zwar hier einbetten, jedoch will ich jedem die Entscheidung selber überlassen, ob er die Bilder wirklich sehen will. (Hier gibt es ein paar Schnipsel)

Martin Gerber, der ehemalige Goalie der Ottawa Senators und Toronto Maple Leafs und der aktuelle Schweizer Nationalgoalie, brach sich gestern beim KHL-Spiel von Atlant Mytischtschi gegen Witjas Tschechow bei einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Stürmer einen Halswirbel.

Oder auch nicht.

Die Diagnose des Bruchs ist noch nicht endgültig bestätigt worden, sollte sich die Verletzung jedoch als Bruch herausstellen, würde das das Ende der Saison und das Olympia-Aus für Gerber bedeuten.

Nach einer weiteren Untersuchung hiess es jedoch plötzlich, dass der Wirbel gar nicht gebrochen, sondern nur noch geprellt sei.

Nichts Genaues weiss man also nicht, Klarheit wird wohl erst eine weitere Untersuchung ergeben müssen.

Gerber selber macht jedoch anscheinend das beste aus seiner Situation und schreibt selbst die olympischen Spiele in Vancouver noch nicht ab:

“Martin Gerber war am Sonntagabend gut aufgelegt. Er geht im Moment eher von einer kurzen als vor einer langen Pause aus”

sagte der Schweizer Nationalcoach Ralph Krueger gestern.

Dann bleibt mir an dieser Stelle eigentlich nur noch eines zu wünschen: Gute Besserung, Martin Gerber!

DEL vs. KHL

04.06.2009

Die Sommerpause ist mit dem Duell KHL vs. DEL offiziell eröffnet.

Der haushohe Favorit, die KHL, hat einige Millionen im Gepäck und will sich im Kampf gegen die üblichen europäischen Ligen für den grossen Kampf mit der NHL vorbereiten.

Dafür braucht man natürlich gute Spieler. Und gute Spieler gibt es sogar in der DEL. Einige wenige…

Das bekommen jetzt besonders die Adler Mannheim zu spüren. Denn wie hockeyweb herausgefunden hat, könnte Jame Pollock seine Karriere in Russland bei Sibir Nowosibirsk fortsetzen und doch nicht in die DEL wechseln.

Pollock war vor der Saison als der grosse Transfer-Knaller angekündigt, hatte der Verteidiger sich nach der Saison 2006/2007 doch mit saftigen 22 Treffern und 14 Scorerpunkten aus 13 Playoff-Spielen aus Nürnberg und der DEL verabschiedet.

Jetzt war die Rückkehr nach Mannheim eigentlich schon eingetütet, die Tinte unter dem Drei-Jahres-Vertrag bereits getrocknet, doch jetzt machen die Russen ernst.

Dass Nowosibirsk dabei in finanziellen Problemen steckt und den Spieler ihre Gehälter nicht auszahlen kann, scheint Pollock nicht zu stören und eine Zukunft in der KHL scheint wahrscheinlich.

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Die ersten Probleme

28.05.2009

Vor genau einer Woche es noch die Meldung, dass die Kontinental Hockey Liga (KHL) in fünf Jahren mit der NHL auf Augenhöhe spielen würde, was Spielniveau und Infrastruktur betreffen, dass 31 Millionen US-Dollar in die Vereine gepumpt werden sollten und, dass die Liga möglicherweise sogar auf ganz Europa ausgeweitet werden sollte.

Die Meldungen, dass möglicherweise Sergei Fedorov und Victor Kozlov in ihre Heimat zurückkehren würden, bestätigte diese Meldungen.

Doch nur sieben Tage später vernimmt man aus Russland wieder negative Schlagzeilen: fünf Klubs könnten vom Ligabetrieb ausgeschlossen werden, weil sie die Schulden gegenüber ihren Spielern noch nicht beglichen haben.

Namentlich Chimik Woskressensk, Witjas Tschechow, HK MWD Moskowskaja Oblast, Metallurg Nowokusnezk und Sibir Nowosibirsk könnten vom Ausschluss betroffen sein, wie Wladimir Schalajew, der Vizepräsident und Geschäftsführer der KHL mitteilte.

Bis Freitag haben die Vereine noch Zeit ihre Schulden an die eigenen Spieler zu zahlen, ansonsten wäre der Ligaauschschluss möglich.

Und ich sag es nochmal: Lange geht das mit der KHL nicht mehr gut…

Versteh einer die Russen…

20.05.2009

Die Champions Hockey League wackelt bereits bedenklich nach dem Ausstieg von Hauptsponsor Gazprom, die Wirtschaftskrise wütet munter weiter und zwingt auch die Klubs in der DEL die Gürtel in der kommenden Saison enger zu schnallen, aber die Kontinentale Hockey Liga scheint das alles nicht weiter zu stören.

Im Osten hat man den Traum einer kleinen NHL noch immer nicht ausgeträumt und deswegen wird auch in der kommenden Saison wieder mit Geld um sich geschmissen.

Wie Bloomberg berichtet, will die Liga 1 Billion Rubel, sprich knapp 31 Millionen US-Dollar in die 24 KHL-Teams investieren und damit dafür sorgen, dass die Stars aus Nordamerika gelockt werden.

Das sagt zumindest der KHL-Präsident Alexander Medvedev .

“Die Klubs führen Verhandlungen mit den free agents aus der NHL. Neue Namen könnten auftauchen!”

Zwar werde man sich nicht mehr an Spieler heranwagen, die noch einen regulären Vertrag haben, aber Medvedev macht deutlich, dass die KHL mit aller Macht eine Konkurrenz-Liga zur NHL aufbauen will.

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KHL open-air

13.01.2009

Nachdem mich Robert am Samstag drauf aufmerksam gemacht hat, dass man sich auch das All-Star-Game der KHL im Internet anschauen kann, habe ich das natürlich gleich mal gemacht. Das beeindruckenste des Spiels, wie meistens bei All-Star- oder Abschiedsspielen, war sicherlich nicht das Spiel an sich, sondern eher das “Drumherum”.

Die KHL hatte sich nämlich was ausgedacht und das Spielfeld, ähnlich wie in der NHL, einfach nach draussen verlegt. Und so trafen Team Yashin und Team Jagr nicht in einem historischen Baseballfield aufeinander, sondern auf dem Roten Platz in Moskau.

“Das (Baseball) All-Star-Game im Yankees Stadium ist etwas Besonderes und die Russen wollen auch etwas Spezielles machen”

sagte Jaromir Jagr noch vor dem Spiel.

Durch die internationale Übertragung der Partie erhofften sich die Offiziellen vor allem ein bisschen Werbung für die KHL und eine kleine Finanzspritze, die auch die reichen Russen in Zeiten der Finanzkrise nicht mehr ablehnen können.

Nach einem knappen und, wie meistens, torreichen Spiel hatte dann die internationale KHL-Delegation um Jaromir Jagr die Nase mit 7-6 knapp vorne und besiegte die russichen All-Stars um Alexei Yashin bei knackigen -16 Grad Celsius. Kein Wunder, dass sich nur 2.500 Zuschauer das Spiel vor Ort ansahen. weiterlesen »

Duisburg holt sich Verstärkung

03.01.2009

Die Füchse Duisburg haben mal wieder einen neuen Spieler verpflichtet.

War Ralf Pape vor einigen Wochen mit seinen beiden Torhütern Lukas Lang und Ilpo Kauhanan noch zufrieden, hat der EVD jetzt für den Rest der Saison den lettischen Nationalkeeper Edgars Masalskis unter Vertrag genommen.

Der 28-Jährige kommt aus der KHL vom Klub Dinamo Riga. Dort spielte der Lette allerdings nur acht Spiele, weil er bei einem Raubüberfall verletzt wurde.

Kein Wunder, dass der Nationaltorhüter lieber in die sichere DEL wechselt. Auch wenn es nur nach Duisburg ist.

Masalskis kam bei seinem kurzen KHL-Gastspiel auf solide Werte von 2.66 Gegentoren im Schnitt pro Spiel und einer Fangquote von 91.5 Prozent.

Der Goalie wird vorraussichtlich schon am Dienstag sein ersten Spiel für die Füchse gegen Wolfsburg bestreiten.

Cherepanov betrieb Blutdoping

30.12.2008

Als der 19-jährige Alexei Cherepanov im Oktober in Russland während eines Eishockeyspiels verstarb war die Aufregung gross und eine eigene Ermittlungskommission sollte klären, warum der junge Russe plötzlich zusammengebrochen und gestorben war.

Viele klagten die anwesenden Helfer in der Halle an, die nicht schnell genug wieder bei Cherepanov waren um diesem erste Hilfe zu geben.

Die Ermittlungskommission brachte jetzt noch eine andere Tatsache ans Licht, die den Tod des Spielers in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Wie die Canadian Press jetzt berichtet, soll der 19-jährige systematisch und bereits über einen längeren Zeitraum hinweg Blutdoping betrieben haben.

Die eingesetzte Kommision konnte in Blut- und Urinproben das Doping nachweisen. Genauere oder weitere Einzelheiten gab die Zeitung aber nicht bekannt. Von russischer Seite schweigt man zu dieser Angelegenheit lieber ganz.

Zudem wurde herausgefunden, dass Cherepanov an Myokarditis litt und sein Herz daher nicht mit genügend Blut beliefert wurde. Daher hätte er nie auf dem Eis stehen dürfen und erst Recht keinen Profisport ausüben dürfen.

Besonders für die KHL dürften diese Neuigkeiten keine guten sein. Denn es wurde ja offensichtlich bewusst mit der Gesundheit des Talentes gespielt.

Hoffentlich handelt es sich dabei um einen Einzelfall. Nicht auszudenken, wenn noch mehrere solcher Fälle auftreten würden. Denn vielleicht riskieren manche Mannschaften in der KHL noch viel mehr als nur ihre Finanzen. Nämlich die Gesundheit ihrer Spieler…

Fortin zum KEV

07.11.2008

Die Krefeld Pinguine haben die Länderspielpause bereits genutzt und sich Jean Francois Fortin geangelt, um die Defensive des Tabellenführers weiter zu verstärken.

Der 29-jährige Kanadier wechselt aus der KHL vom Team HK MWD Moskowskaja Oblast an den Niederrhein.

Fortin wollte Rußland aus persönlichen Gründen verlassen, aber mit bisher allein vier Einsätzen dürfte der Verteidiger auch sportlich nicht wirklich zufrieden gewesen sein.

Fortin spielte bereits zwei Jahre in der DEL: In der Saison 06/07 spielte der Kanadier für die Duisburger Füchse und wechselte nach einer durchschnittlichen Saison zum Konkurrenten nach Wolfsburg, wo er in 44 Spielen immerhin 27 Punkte sammeln konnte.

Fortin wird bis zum Saisonende in Krefeld bleiben und der dünn besetzten Abwehr sicherlich Erfahrung und auch im Überzahlspiel mehr Stabilität verleihen können.

Zitat #22

05.11.2008

Ganz nett. Aber jetzt wird’s kalt. Demnächst werden minus 45 Grad erwartet.

Ivan Ciernik im Express-Interview auf die Frage, wie das Leben in Sibiren denn so sei.

Will da etwa jemand zurück?

Wer kommt nach Colorado?

24.10.2008

An großen Namen hat es bei der Colorado Avalanche eigentlich noch nie gemangelt.

Joe Sakic, Peter Forsberg, Milan Hejduk oder Patrick Roy. Um nur ein paar Spieler aus der näheren Vergangenheit zu nennen, die das Trikot der Avalanche tragen/trugen.

Doch in dieser Saison sind Fans und die Verantwortlichen besonders mit einer Position nicht ganz zufrieden: Die Avalanche sind auf der Suche nach einem neuen Goalie.

Nach Patrick Roy muss sich jeder Torhüter in Colorado an dem Hall-of-Fame Mitglied messen lassen und das diesjährige Tohüter-Gespann Peter Budaj und Andrew Raycroft kann die Anforderungen bisher noch nicht erfüllen.

Budaj kam bisher vier Mal zum Einsatz und konnte nur ein einziges Spiel gewinnen. Dabei kam er zudem auf äußerst schwache Statistiken. Mit einer Fangquote von nur 84, 5 Prozent und einem Gegentorschnitt von 4.03 (!) belegt der Tscheche nur die viertletzte Position aller NHL-Goalies.

Andrew Raycroft konnte seine beiden Spiele immerhin gewinnen, steht mit durchschnittlich drei Gegentoren und eine Fangquote von 87,5 Prozent aber nicht viel besser da als sein Teamkamerad.

Deshalb haben die Avalanche jetzt auch ihre Fühler nach zwei Hochkarätern ausgestreckt, die die Probleme im Tor der Avalanche beheben sollen: Nikolai Khabibulin und Ray Emery.

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