Irgendwie kam das gestrige Urteil des Oberlandesgerichts in München für mich überraschend. Dass der zuständige Richter entschied, dass das Urteil des DEL-Schiedsgericht vom Juni rechtens war und die Kassel Huskies damit kurz vor dem Aus in der DEL stehen, hätte ich nicht erwartet.
Was mich aber noch mehr überrascht hat, waren die Reaktionen der meisten Fans.
Denn egal wo man derzeit hinschaut, scheint sich ganz Eishockey-Deutschland über das Aus der Huskies zu freuen.
Aber warum?
Was haben die Huskies getan, dass sich die gesamte DEL gegen die Hessen ausspricht? Was haben die Huskies getan, dass sich die Fans der anderen Klubs absprechen und nicht mehr zu den Auswärtsspielen nach Kassel fahren wollen, um dem Klub finanziell zu schaden?
Was haben die Huskies eigentlich getan?
Natürlich kann ich verstehen, dass sich viele von euch über das Verhalten von Dr. Fritz Westhelle aufregen, der für jedes Urteil eine passende einstweilige Verfügung bereit hält und der immer wieder betonen muss, wie ungerecht sein Verein von der DEL behandelt wird.
Heute fand endlich die lang erwartete Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in München statt. Grund: Der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Eishockeyliga (DEL) und den Kassel Huskies.
Nachdem das Schiedsgericht der DEL vor mehreren Wochen bestätigte, dass die Lizenzkündigung der Huskies rechtens sei, legten die Huskies Einspruch ein und erwirkten in Köln eine einstweilige Verfügung, die es der Liga verbieten sollte, die Huskies auszuschliessen.
Der zuständige Richter bestätigte jedoch heute, dass das am 30. Juni 2010 gefällte Urteil vom Schiedsgericht der DEL rechtskräftig war.
Zitat Rechtsanwalt Klaus Sturm bestätigte das Urteil heute:
„Damit hat das OLG München bestätigt, dass das Lizenzierungsverfahren ordnungsgemäß war und die DEL zurecht den Lizenzvertrag mit Kassel gekündigt hat.“
Nach diesem Erfolg hat die DEL heute umgehend um die Aufhebung der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln gebeten, damit man die Huskies endgültig aus dem Spielbetrieb nehmen kann.
Aber – ihr ahnt es schon – Fritz Westhelle ist natürlich noch lange nicht am Ende und kündigte bereits an, dass man bei einer Niederlage auch bis zum Bundesgerichtshof gehen würde, um eine Verfügung gegen das Münchner Urteil zu erwirken.
Die endgültige Entscheidung folgt dann am Donnerstag. Und dann könnte es erneut einen neuen Spielplan geben. Mit 14 Teams.
Die Saison 2010/2011 steht bereits in den Startlöchern. eishockey-blog.com hat sich die DEL-Teams mal genau angeschaft und hat die bisherigen Testspielergebnisse genauestens analysiert.
Nach anfänglichen Problemen sind die Adler mittlerweile in der European Trophy angekommen und können sich berechtigte Hoffnungen auf das Finale in Salzburg machen. Durch die Siege über die hochklassigen Mannschaften aus Skandinavien gelten die Adler durchaus auch in der DEL als Favorit.
Augsburger Panther
Siege: Rapperswil-Jona (4:2), Black Wings Linz, Kaufbeuren (11:1), Michigan Tech (5:2), Ingolstadt (4:3 n.P.) Niederlagen: München (2:5), Straubing (2:4)
Die komplett umgebauten Augsburger Panther hatten nur im ersten Testspiel gegen den DEL-Aufsteiger vom EHC München ihre Probleme. Doch nach dem etwas überraschenden Sieg über den Schweizer NLA-Klub aus Rapperswil-Jona zeigte die Mannschaft von Larry Mitchell beim Joker Cup, dass sich die neuen Spieler bereits bestens aufeinander eingestimmt haben. Gegen die Liga-Konkurrenz aus Straubing und Ingolstadt erlebte man bisher unterschiedliche Ergebnisse, aber vor allem die Erkenntnis, dass man mithalten kann.
Freunde, noch ist Sommerpause. Und da habe ich doch knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart noch einen Artikel gefunden, der seit mehreren Tagen auf seine Veröffentlichung wartet. Also, bittesehr:
Sommerpause ist doof. Und langweilig. Das wissen wir mittlerweile alle. Doch was machen eigentlich die Spieler selber, denn denen fehlt ihr Sport in den sonnigen Monaten natürlich auch.
Was liegt da also näher als seinen persönlichen Interessen nachzugehen, sich ein bisschen zu sonnen oder seinen eigenen Namen einfach dafür einzusetzen, dass es anderen nicht ganz so schlecht geht.
Zugegeben, der Start der beiden deutschen Vereine in die European Trophy verhiess nichts Gutes. Sowohl die Eisbären als auch die Adler verloren ihre ersten Auftritte auf der euroäischen Eishockeybühne. Und das teilweise recht deutlich. Doch nach und nach haben sich die DEL-Vertreter an den Rhythmus und das Niveau des Turniers angepasst und können sich nach ihren Siegesserien ernstahfte Hoffnungen auf die Finalteilnahme machen.
In der Capital Division steht mittlerweile nur noch Jokerit Helsinki vor den beiden deutschen Mannschaften, die die Konkurrenz mittlerweile im Gleichschritt vernaschen.
Auch gestern setzten sich die Berliner und die Mannheimer gegen die schwedischen Vertreter aus Stockholm und Karlstad durch.
Die Eisbären hatten gegen Djurgarden in der heimischen Arena zu Beginn so ihre Probleme, doch im Schlussdrittel fuhren die Gastgeber dann die Krallen aus. Auch einem 1:2 Rückstand machten die Berliner durch Felski, Rankel und Alexander Weiss im Handumdrehen ein 4:2 und machten damit bereits den dritten Sieg in Serie perfekt.
Mannheim hatte gegen Färjestads BK von Beginn an keine grossen Probleme und gewann am Ende verdient mit 6:4. Die Kurpfälzer lagen bis zur 26. Minute bereits mit 3:0 durch die Tore von Methot, Pollock und Robinson in Führung. Dieses Polster schenkten die Gastgeber auch nicht mehr her.
Besonders erfreulich aus Sicht der DEL-Verreine ist auch, dass das Turnier mittlerweile von den Fans gut angenommen wird. Während die ersten Spiele im hohen Norden zumeist nur spärlich besucht wurden, konnten Berlin und Mannheim gestern mit 7.200, bzw. 5.698 Zuschauern gut besuchte Hallen vermelden.
Nachdem ich beim Sommerturnier in Basel jetzt drei Spiele von SKA St. Petersburg verfolgen durfte, ist mir mal wieder klar geworden, was drüben in der NHL eigentlich für ein unglaubliches Hockey gespielt werden muss.
Allein die Geschwindigkeit mit der ein Maxim Afinogenov über das Eis rast – unglaublich!
KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin hat im Gespräch mit der Kölnischen Rundschau ein Thema angeschnitten, das den finanziell angeschlagenen DEL-Klubs weitere Probleme ersparen könnte: Der Salary Cap.
Nachdem vor einigen Wochen bereits Wolfgang Brück, der Cluchef der Iserlohn Roosters, über eine Lösung der kränkelnden DEL nachdachte, hat auch Thomas Eichin das Thema “Salary Cap” angesprochen.
Der Geschäftsführer des KEC könne sich durchaus vorstellen, dass eine Gehaltsobergrenze auch in der DEL nützlich wäre.
“Eishockey in Deutschland würde auch mit Gehaltsobergrenze und nur fünf Ausländern gut funktionieren”
sagte Eichin im Gesprüch mit der Kölnischen Rundschau.
Mit einer solchen Lösung hätten auch die finanziell angeschlagenen Mannschaften laut Eichin mehr Chancen. Und den Fans würde eine ähnliche Sommerpause wie die aktuelle in Zukunft erspart bleiben.
Ich persönlich bin ebenfalls immer noch der Meinung, dass eine Gehaltsobergrenze für die DEL durchaus sinnvoll wäre. Die Mannschaften könnten kein Geld mehr ausgeben, das sie gar nicht besitzen, man wäre gezwungen auf günstige, bestenfalls deutsche Spieler zu setzen und vielleicht würden sich auch die Stadien wieder füllen, wenn alle Mannschaften mit den gleichen Möglichkeiten an den Start gehen müssten.
Aber ich weiss auch, dass vorher wahrscheinlich erst noch sechs Mannschaften Insolvenz anmelden müssen, bevor die Verantwortlichen der Liga sich ernsthaft mit dieser Idee beschäftigen werden.
Die Adler Mannheim haben ihr erstes Heimspiel in der European Trophy gegen die namhafte Konkurrenz von Djurgården IF Stockholm problemlos mit 3-0 gewonnen und schieben sich damit in der Tabelle der Capital Division wieder ein Stückchen nach oben.
In der SAP-Arena legten die Adler den Grundstein für ihren späteren Sieg nach torlosen ersten 20 Minuten im Mittelabschnitt. Innerhalb von sieben Minuten netzten Robert Dietrich und Nathan Robinson jeweils im Powerplay ein und brachten den MERC auf die Siegerstrasse.
Im letzten Abschnitt erhöhte Francois Methot sogar noch auf 3-0, indem er einen Abpraller verwertete.
Die Eisbären Berlin mussten in der Eissporthalle von Crimmitschau Überstunden machen, konnten sich nach dem Penaltyschiessen aber ebenfalls feiern lassen.
Nachdem es nach 60 Spielminuten noch 3-3 stand, ging das Spiel erst in die Overtime und anschliessend ins Penaltyschiessen, wo Jeff Friesen den entscheidenden Versuch verwertete, während die Schweden allesamt an Rob Zepp scheiterten.
Die Berliner Tore in der regulären Spielzeit hatten Jeff Friesen (15.), Florian Busch (25.) und André Rankel (35.) erzielt.
Die erste Phase der European Trophy haben die deutschen Teilnehmer bereits mehr oder weniger erfolgreich hinter sich gebracht.
Nach drei spielfreien Tagen und der Rückreise nach Deutschland können Eisbären und Adler heute vor heimischen Publikum ihre internationale Klasse erneut unter Beweis stellen. Auch wenn es schwer werden dürfte.
Eisbären Berlin vs. Linköping HC
Gegner: Linköping HC Bekannte Namen: Jaroslav Hlinka, Fredrik Norrena Ort: Crimmitschau Beginn: 19:30 Uhr Liveberichte:Ticker 1, Ticker 2, Livestream
Rein statistisch gesehen wird das Duell der Berliner gegen den schwedischen Klub ein Spaziergang. Linköping konnte bisher keines seiner zwei Spiele gewinnen und liegt auf dem letzten Platz der Capital Divison.
Aber die Wirklichkeit morgen sieht natürlich etwas anders aus.
Die Mannschaft von Trainer Hans Särkijärvi erreichte in der Eliteliga im vergangenen Jahr immerhin das Playoff-Halbfinale und hat von den Namen ein starkes Team beisammen.
Im Tor steht mit Fredrik Norrena ein echter Hochkaräter. Dreimaliger finnischer Meister, Gagarin Cup-Gewinn mit Ak Bars Kasan, dazu drei Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften treffen bei Norrena auf knapp 100 NHL-Einsätze für die Columbus Blue Jackes. Mehr geht eigentlich nicht!
Das dritte Trikot des ERC Ingolstadt haben wir hier ja bereits gesehen. Heute gibt es also das dazu passende Heimtrikot der Panther.
Und obwohl die Vereinsfarben der Ingolstädter blau und weiss sind, können/müssen die Fans auch in der kommenden Saison wieder ein schwarzes Trikot bewundern. Warum, weiss kein Mensch.
Zum Trikot selbst: Wenig Ingolstadt, viele Sponsoren – alles beim Alten.