Beiträge in der Kategorie ‘DEG Metro Stars’

Die Liga-Lehren, Teil 2

01.05.2010

Die Tops der abglaufenen Saison haben wir bereits hinter uns gebracht, mit den Flops der letzten Monate geht es weiter. Und ehrlich gesagt ist die Auswahl der negativen DEL-Ereignisse traditionell leichter. Zwar lagen auch die Überraschungen durch die guten Saisonleistungen der Panther und Grizzlys auf dem Präsentierteller, doch traditionell tut man sich mit den negativen Aspekten in der DEL immer einfacher.

Hier also meine drei Flops der abgelaufenen Saison.

1. Die Rhein-Klubs

Koelner Haie v ERC Ingolstadt - DEL Play-Off

Eigentlich könnten allein die Kölner Haie und die Krefeld Pinguine diese Saison mit Leichtigkeit füllen, doch ich nehme die Katastrophen-Spielzeit der Rhein-Klubs lieber mal zusammen. Dann haben wir noch Zeit für andere Punkte.

Nachdem der KEC einen einigermassen ruhigen Saisonstart hinlegte war eigentlich Ruhe am Dom eingekehrt. Doch nach den gehäuften Niederlagen bröckelte die Unterstützung für den neuen Trainer Igor Pavlov sehr schnell und im Dezember folgte der erste (und für diese Saison auch letzte) Trainerwechsel in Köln: Bill Stewart übernahm den Posten an der Bande, sollte es aber auch nicht mehr schaffen, die Haie in die Playoff-Endrunde zu führen.

Als dann noch die Insolvenz-Meldungen um die Kölnarena kreisten, war die Saison für die Haie komlett gelaufen. 500.000 Euro wurden benötigt und die Haie-Fans stampften Homepages und T-Shirts aus dem Boden um ihren Klub zu retten.

Zwar werden die Haie auch weiterhin in der DEL bleiben, doch diese Saison will man in Köln ganz schnell vergessen.

Ein ähnliches Bild in Düsseldorf und Krefeld. Während der KEV sich das Leben mit dem Ärzte-Skandal und den hausgemachten Schulden mal wieder selber schwer machte, litten die Düsseldorfer vor allem unter dem leeren ISS-Dome. Plätze und Kassen blieben leer, sodass der Etat der DEG im kommenden Jahr um 20 Prozent gekürzt werden wird.

Und auch beim KEV mussten erst noch die Schulden getilgt werden, ehe man die Lizenz für das kommende Jahr beantragen konnte.

Es war wirklich ein schweres Jahr für die Vereine am Rhein.

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Tief im Westen

05.04.2010

Das 1-3 der DEG Metro Stars gegen die Grizzly Adams Wolfsburg am vergangenen Samstag war nicht nur für die Fans der DEG eine schmerzliche Niederlage. Denn durch das vorzeitige Playoff-Aus der Rheinländer ist im DEL-Halbfinale kein einziger “Rhein-Verein” mehr mit von der Partie.

Ein Bild, das vor 20 Jahren nicht vorstellbar gewesen wäre, mittlerweile aber schon fast zur Tagesordnung gehört.

Die einstigen Eishockey-Hochburgen aus Düsseldorf und Köln kämpfen in diesem Jahr mit ganz anderen Problemen als den sportlichen. Und auch der dritte Verein im Bunde, die Krefeld Pinguine – der letzte Meister vom Rhein -, musste sich in dieser Spielzeit mehr mit seinen Bankkonten als mit den Konkurrenten auf dem Eis beschäftigen.

Und das, obwohl Köln, Krefeld und Düsseldorf noch immer die Mannschaften sind, die das deutsche Eishockey am meisten geprägt haben. Alle drei sind seit der Gründung der DEL in der Liga vertreten und bestimmte das Eishockeygeschehen auch in Zeiten der Eishockey-Bundesliga wie kaum eine andere Region in Deutschland.

Sports News - January 20, 2009

Der Kölner EC wurde von 1986 bis 1988 drei Mal in Folge Deutscher Meister, die DEG war zu Beginn der 90er das Mass aller Dinge. Hinter dem EV Füssen teilen sich die beiden Rhein-Mächte mit sieben (DEG), bzw. sechs (KEC) Titeln die Plätze auf dem Podium.

Zeiten, die aus heutiger Sicht weit entfernt scheinen. Sehr weit.

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Arme DEG

01.04.2010

Das muss man sich eigentlich auf der Zunge zergehen lassen, bevor man nur mit dem Kopf schütteln kann: Denn im Falle der DEG Metro Stars greift die DEL in diesen Tagen mal wieder ganz tief in die Regelkiste. Klingt alles ziemlich nach Aprilscherz, ist aber voller Ernst.

Auch wenn ich diesen Artikel unter der Rubrik “Regelkunde” schreiben werde, haben die Vorfälle mit einer einheitlichen “Kunde” eigentlich relativ wenig zu tun.

Doch was ist eigentlich passiert?

1. 20.12.2009

Als die DEG-Truppe sich am 20. Dezember letzten Jahres in den Bus setzte und auf den Weg nach Wolfsburg machte, wussten die Verantwortlichen noch nicht, dass dieser Trip sie teuer zu stehen kommen würden. Denn dank dem Schneechaos auf dem Weg kam der DEG-Tross mit einer Verspätung von 90 Minuten in Wolfsburg an. Das Spiel konnte dementsprechend erst später angepfiffen werden und die Zuschauer in der Halle mussten warten.

In diesem Fall sieht die DEL vor, dass die verspätete Mannschaft, in diesem Falle also die Düsseldorfer, eine Strafe von 30.000 Euro zahlen müssen. Die Wolfsburger bestanden auf die fällige Entschädigung. Dass die meisten Vereine davon absehen und die Grizzlys selbst zwei Mal in dieser Saison zu spät kamen, interessierte die Wolfsburger dabei herzlich wenig.

30.000 Euro! Aber wofür? Nur weil die Fans gewartet haben? Weil die Wolfsburger sich nochmal umziehen mussten oder weil die Schiedsrichter ihren Zug nach dem Spiel verpasst haben?

Eine genaue Erklärung lässt sich in den DEL-Statuten nicht finden, eine Begründung für den stolzen Preis ebensowenig. Aber ich bin mir sicher, dass man sich das so hat einfallen lassen.

Ich weiss ja nicht, aber 30.000 Euro sind schon eine Menge Geld. Besonders wenn man bedenkt, dass sich einige Vereine in dieser Liga sehr freuen würden, wenn sie 30.000 Euro mehr auf ihrem Konto hätten.

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Die Haie sind gerettet!

01.04.2010

Die Kölner Haie haben eine Lösung für ihre finanzielle Situation gefunden und werden in der kommenden Saison ihre Spielstätte wechseln.

Die Gesellschafter der Haie haben heute erklärt, dass sie die hohen Mieten in der Lanxess Arena nicht mehr zahlen wollen und haben auch umgehend eine Lösung für ihr Hallen-Problem vorgelegt:

Die Kölner Haie werden ihre Spiele in Zukunft in der Brehmstrasse in Düsseldorf absolvieren.

„Die Kosten für das städtische Stadion sind im Vergleich zur Lanxess-Arena minimal. Zudem liegt die Brehmstrasse nur rund 40 Kilometer von Köln entfernt und ist somit gut für unsere Fans erreichbar. Ihre Kapazität entspricht ungefähr unserem Zuschauerschnitt, sodass wir dort mit einem vollen Haus und toller Stimmung rechnen.“

erklärte ein Haie-Sprecher heute auf Anfrage der Eishockey News.

Und auch für die Fans wurde gesorgt: Denn die verbliebenen KEC-Fans können für die anstehenden Heimspiele in der kommenden Saison mit Schiffen nach Düsseldorf reisen um die Spiele ihrer Mannschaft zu verfolgen.

Ganz grosses Tennis

31.03.2010

Wenn man sich das so ansieht, dann waren bei der Spielunterbrechung in Wolfsburg gestern richtige Experten am Werk.

Ganz grosses Tennis.

Kreis wird neuer Adler-Coach

11.03.2010

Harold Kreis wechselt in der kommenden Saison zu den Mannheimer Adlern und irgendwie ist diese Meldung nicht wirklich überraschend. Seit Wochen geistert das Gerücht bereits durch die Presse und jetzt ist endlich das offiziell, was sich eh schon die halbe DEL gedacht hatte.

Denn schon unmittelbar nach der Entlassung von Doug Mason hatte der Adler-Manager Marcus Kulh die Personalie Kreis als die “logischste Lösung” bezeichnet und wenn man ehrlich ist, dann ist die Verpflichtung von Harold Kreis eigentlich nur logisch. Denn die Adler setzen – das ist bei den Trainern nicht anders als bei den Feldspielern – auf erfolgreiches Personal.

DEG Metro Stars v ERC Ingolstadt - DEL

Und dabei ist es Daniel Hopp auch egal, was es kostet. Das war bei Nathan Robinson der Fall, bei Jame Pollock, Andy Hedlund, Justing Papineau und wie sie vor der Saison alle hiessen. Und in der DEL gibt es im Moment nur zwei Namen, die in den letzten Jahren für ein erfolgreiches Coaching stehen: Don Jackson und eben Harold Kreis.

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DEG lizenziert Storr

01.02.2010

Da war gestern Abend aber nochmal was los auf dem DEL-Transfermarkt.

Die DEG Metro Stars haben die letzten Minuten des Transferfensters genutzt und sich für die anstehenden Playoffs noch einmal namhaft verstärkt. Denn gestern sickerte nach dem Spiel gegen die Freezers durch, dass Jamie Storr eine Lizenz erhalten hat.

Stammgoalie Jean-Sebastien Aubin hatte sich bei einer Parade in der 30. Minute an den Adduktoren verletzt und musste ausgeweschselt werden.

Der Ersatz: Mathias Lange. Der 24-jährige kassierte gegen Hamburg zwar nur zwei Gegentore, doch für die Playoffs ist der Backup natürlich keine Alternative, wenn die Metro Stars die Eisbären ernsthaft angreifen wollen.

Deswegen wurde also Jamie Storr reaktiviert, der jedoch nur eventuell für den verletzten Aubin einspringen wird, den man in Düsseldorf in zwei Wochen wieder auf dem Eis erwartet.

„Storr wird in Nordamerika bleiben und nur im Notfall einfliegen“

bestätigte auch Lance Nethery gestern.

Damit ist vor den Playoffs aber schonmal eins klar: Im Titelrennen hat die DEG definitiv kein Torwartproblem!

Minusrekord

13.11.2009

Es ist Donnerstag, halb acht und wir befinden uns irgendwo in Rath, einem kleinen Stadtbezirk von Düsseldorf.

Rund 18.000 Menschen leben in Rath, die dort ansässige Multifuktionsarena, würde mit 13.400 Plätzen fast alle Anwohner in Rath fassen.

Gestern war die Multifuntionsarena, der ISS-Dome wieder geöffnet, der Eishockeyklub der DEG Metro Stars erwartete nach der Deutschland-Cup Pause die Frankfurt Lions zu einem eigentlich attraktiven Duell. Zugegeben, es gibt fanfreundlichere Tage als den Donnerstag um die knapp 10 km vom Hauptbahnhof bis zur Halle zurückzulegen.

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Kreis zurück in die Schweiz?

08.10.2009

Nach dem schwachen Saisonstart der DEG Metro Stars, bekrabbeln sich die Düsseldorfer gerade wieder und haben mit dem deutlichen 6:2 Erfolg über die Eisbären aus Berlin gezeigt, dass man auch in diesem Jahr mit ihnen rechnen muss.

Trotzdem wird es nicht ganz ruhig in Düsseldorf.

Neben dem leeren ISS-Dome und den Verletzung von Chris Harrington und Martin Hinterstocker gibt es jetzt neu Unruhe um den Trainer der DEG, Harold Kreis.

Der war ja bekanntlich aus Zürich, von den ZSC Lions in die DEL gewechselt, ehe Sean Simpson seinen Posten in der Schweiz übernahm.

Laut hockeyfans.ch laufen in Zürich derzeit die Verhandlungen mit Simpson über eine mögliche Vertragverlängerung. Sollte der ehemalige Trainer der Hamburg Freezers allerdings nicht bei den Lions bleiben, steht Harold Kreis wieder oben auf der Liste bei seinem Ex-Klub.

Kreis’ Vertrag in Düsseldorf läuft aus und Zürich-Sportcehf Edgar Salis würde Kreis gerne wieder hinter der Bande sehen.

Ausserdem fällt der Name Kreis in der Schweiz auch, wenn es um den Namen des neuen Nationaltrainers geht. Nachdem Ralph Krueger seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, werden allerdings alle Namen in die Runde geworfen, die auch nur im entferntesten etwas mit Eishockey zu tun haben könnten.

Trotzdem könnte die Unruhe bei der DEG auch durch die Trainerdiskussion in den kommenden Monaten weiter ansteigen…

Wendepunkt?

24.09.2009

Die Spieler müssen mir erklären, was sie abgeliefert haben. Wir haben eine gutbezahlte Mannschaft. Was ist deren Problem? Sie haben eine gute Wohnung. Ein gutes Auto. Und gutes Geld. Sie müssen in den Spiegel schauen und ehrlich zu sich selbst sein. Nicht ein Spieler kann sagen: ‘Ich habe heute eine gute Leistung gebracht.’

Das waren die deutlichen Worte von DEG-Manager Lance Nethery nach der 2-3 Niederlage beim Tabellenschlusslicht aus Straubing.

6 Spiele, 2 Siege, 4 Niederlagen, Tabellenplatz 11!

Das ist bei Weitem nicht der Anspruch der gut besetzten Truppe von Harold Kreis, der langsam selber immer mehr unter Druck gerät. Hinzu kommt eine mit 15 Treffern unerwartet schwache Offensive und eine vernichtende Überzahlquote von nur knapp 12 Prozent.

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