Beiträge in der Kategorie ‘Gernot Tripcke’

Erfolg für die DEL, Huskies vor dem Aus

24.08.2010

Heute fand endlich die lang erwartete Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in München statt. Grund: Der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Eishockeyliga (DEL) und den Kassel Huskies.

Nachdem das Schiedsgericht der DEL vor mehreren Wochen bestätigte, dass die Lizenzkündigung der Huskies rechtens sei, legten die Huskies Einspruch ein und erwirkten in Köln eine einstweilige Verfügung, die es der Liga verbieten sollte, die Huskies auszuschliessen.

Der zuständige Richter bestätigte jedoch heute, dass das am 30. Juni 2010 gefällte Urteil vom Schiedsgericht der DEL rechtskräftig war.

Zitat Rechtsanwalt Klaus Sturm bestätigte das Urteil heute:

„Damit hat das OLG München bestätigt, dass das Lizenzierungsverfahren ordnungsgemäß war und die DEL zurecht den Lizenzvertrag mit Kassel gekündigt hat.“

Nach diesem Erfolg hat die DEL heute umgehend um die Aufhebung der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln gebeten, damit man die Huskies endgültig aus dem Spielbetrieb nehmen kann.

Aber – ihr ahnt es schon – Fritz Westhelle ist natürlich noch lange nicht am Ende und kündigte bereits an, dass man bei einer Niederlage auch bis zum Bundesgerichtshof gehen würde, um eine Verfügung gegen das Münchner Urteil zu erwirken.

Die endgültige Entscheidung folgt dann am Donnerstag. Und dann könnte es erneut einen neuen Spielplan geben. Mit 14 Teams.

Zitat #54

17.05.2010

„Wenn wir 12 sind, sind wir 12, wenn wir 16 sind, sind wir 16“

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke über die Grösse der DEL in der kommenden Saison.

Scheint ihn nicht besonders zu beschäftigen die Situation, oder?

Amateurverein DEL

11.05.2010

Manchmal muss man sich echt fragen, was die Herren von der DEL eigentlich den ganzen Tag in ihren Bürosesseln machen. Klar, im Moment ist WM und da müssen sich die Verantwortlichen sicherlich ein paar Spiele aus den Logen in Mannheim und Köln anschauen.

Aber was sich der Verein der höchsten deutschen Eishockeyspielklasse im Fall der Gesellschafter-Versammlung wieder erlaubt hat, klingt verdächtig nach Aprilscherz.

Die Versammlung war schon seit Tagen mit Spannung erwartet worden, weil über die Zukunft der Kassel Huskies abgestimmt werden sollte. Die Huskies haben ein Insolvenz-Verfahren eröffnet, bevor Neu-Eigentümer Daniel Rossing den Verein übernehmen will.

Die DEL hingegen wollte auf der Gesellschafter-Versammlung darüber abstimmen, ob die insolventen Huskies eine Lizenz für die kommende Saison erhalten. Eigentlich müsse das Verfahren bereits abgeschlossen sein, wenn die Lizenzen verteilt werden.

Leider kam es aber gar nicht erst zu der Abstimmung, weil DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold die Einladungen unterzeichnete und nicht Geschäftsführer Gernot Tripcke, wie eigentlich vorgeschrieben. Ergebnis: Die Versammlung wurde vorzeitig abgebrochen.

Dementsprechend gut gelaunt verliess auch der Interims-Geschäftsführer der Huskies, Fritz Westhelle, die Versammlung nach knapp 50 Minuten gut gelaunt:

“Bei einer ordentlichen GmbH kann nicht jeder Hanswurst einladen, sondern es muss der Geschäftsführer einladen.“

Westhelle denkt wohl, dass die Huskies durch die anstehende Terminverschiebung nicht mehr von der Liga ausgeschlossen werden können, weil die Versammlung der Gläubiger in Kassel schon in drei Tagen stattfindet und der Verein dann offiziell entschuldet ist. Anders kann ich mir dessen Überheblichkeit nicht erklären.

Wobei: Bei so einer katastrophalen Organisation, könnte die DEL doch auch einfach einen Verein lizensieren, der eigentlich kein Geld mehr hat. Ist ja schliesslich auch nur eine Unterschrift. Und damit nimmt man es bei der DEL anscheinend nicht so genau.

Erneut hat das deutsche Eishockey bewiesen, dass es anscheinend keine positiven Schlagzeilen will. Denn grade nach den begeisterten Stimmen des Eröffnungsspiels sind die Meldungen der Versammlung nicht gerade förderlich für das Bild der DEL.

Die Liga-Lehren, Teil 2

01.05.2010

Die Tops der abglaufenen Saison haben wir bereits hinter uns gebracht, mit den Flops der letzten Monate geht es weiter. Und ehrlich gesagt ist die Auswahl der negativen DEL-Ereignisse traditionell leichter. Zwar lagen auch die Überraschungen durch die guten Saisonleistungen der Panther und Grizzlys auf dem Präsentierteller, doch traditionell tut man sich mit den negativen Aspekten in der DEL immer einfacher.

Hier also meine drei Flops der abgelaufenen Saison.

1. Die Rhein-Klubs

Koelner Haie v ERC Ingolstadt - DEL Play-Off

Eigentlich könnten allein die Kölner Haie und die Krefeld Pinguine diese Saison mit Leichtigkeit füllen, doch ich nehme die Katastrophen-Spielzeit der Rhein-Klubs lieber mal zusammen. Dann haben wir noch Zeit für andere Punkte.

Nachdem der KEC einen einigermassen ruhigen Saisonstart hinlegte war eigentlich Ruhe am Dom eingekehrt. Doch nach den gehäuften Niederlagen bröckelte die Unterstützung für den neuen Trainer Igor Pavlov sehr schnell und im Dezember folgte der erste (und für diese Saison auch letzte) Trainerwechsel in Köln: Bill Stewart übernahm den Posten an der Bande, sollte es aber auch nicht mehr schaffen, die Haie in die Playoff-Endrunde zu führen.

Als dann noch die Insolvenz-Meldungen um die Kölnarena kreisten, war die Saison für die Haie komlett gelaufen. 500.000 Euro wurden benötigt und die Haie-Fans stampften Homepages und T-Shirts aus dem Boden um ihren Klub zu retten.

Zwar werden die Haie auch weiterhin in der DEL bleiben, doch diese Saison will man in Köln ganz schnell vergessen.

Ein ähnliches Bild in Düsseldorf und Krefeld. Während der KEV sich das Leben mit dem Ärzte-Skandal und den hausgemachten Schulden mal wieder selber schwer machte, litten die Düsseldorfer vor allem unter dem leeren ISS-Dome. Plätze und Kassen blieben leer, sodass der Etat der DEG im kommenden Jahr um 20 Prozent gekürzt werden wird.

Und auch beim KEV mussten erst noch die Schulden getilgt werden, ehe man die Lizenz für das kommende Jahr beantragen konnte.

Es war wirklich ein schweres Jahr für die Vereine am Rhein.

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Zitat #53

08.03.2010

“Die Probleme sind hausgemacht. Die Liga ist strukturell gesund.”

Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL.

Ich denke dieses Zitat zeigt, wo eine der grössten Baustellen des deutschen Eishockeys zu finden ist.

Neuer Ärger für die Panther?

06.10.2009


Photo: wikipedia

Ziemlich genau vor einem Jahr, im Oktober 2008, war Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der DEL, reichlich bedient, als man ihn über die Planungen und Entwicklungen des Curt-Frenzel-Stadions in Augsburg ansprach:

“Es wird für Augsburg immer schwerer, wirtschaftlich in der DEL mitzuhalten. Eine solche Verzögerung (des Stadionbaus) ist doch auch für die Panther nicht vertretbar.”

waren die deutlichen Worte des Rechtsanwaltes.

In den folgenden Monaten legten die Panther allerdings einen Plan vor, der den Umbau des Freiluftstadions und dessen Abschluss im Jahr 2012 vorsah.

Jetzt, ein Jahr später, liegt das Thema “Stadionumbau” allerdings schon wieder auf dem Schreibtisch der DEL.

Der Grund: Bei dem ganzen Gebaue in Augsburg kommt es zu grossen Verzögerungen. Die genauen Gründe dafür weiss man anscheinend aber nicht, wenn man dem aktuellen Artikel in der Eishockey News glauben kann, der wie folgt eröffnet wird:

“Was hat das Ungeheuer von Loch Ness mit der Einhausung des Curt-Frenzel-Stadions gemeinsam? Beides gibt es auf dem Papier und in Schilderungen, an der tatsächlichen Existenz gibt es jedoch erhebliche Zweifel.”

Die wenigen Fakten die bisher bekannt sind: Bis Mitte September sollten die ersten Arbeiten am CFS eigentlich abgeschlossen sein, was jedoch noch nicht geschehen ist.

Und da hat sich jetzt eben mal wieder die DEL eingeschaltet, die doch gerne ein schmuckes Stadion in Augsburg hätte. Und dann wird auch Herr Tripcke wieder ganz böse:

“Dann (im April/Mai 2010) wollen wir sehen, dass sie soweit sind, wie sie sein wollten. Wenn nicht, wird es ungemütlich, nur leider nicht für die Stadt Augsburg, sondern für die Panther“

Und bis dahin wird die DEL wahrscheinlich jeden Ziegelstein überwachen, der in Augsburg auf den anderen gemauert wird.

Als hätte die DEL derzeit keine anderen Probleme…

Umbaumaßnahmen

23.10.2008


Photo: wikipedia

Entweder Stadion oder die Liga werden umgebaut!

So, bzw. so ähnlich, lautet die Forderung von Gernot Tripke an die Augsburger Panther.

Der DEL-Geschäftsführer wird den Panthern bei ihrem Heimspiel am 2. November gegen die Krefeld Pinguine einen Besuch abstatten um mit den AEV-Verantwortlichen über den Umbau des Curt-Frenzel-Stadions zu reden.

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