Der ERC Ingolstadt hat beim diesjährigen Spengler Cup das Auftaktmatch gegen den tschechischen Vertreter Karlovy Vary deutlich verloren und enttäuschte im erstem Spiel. Zwar konnten die Panther lange ein Unentschieden halten, doch im letzten Drittel ging die Mannschaft von Greg Thomson unter.
Bis zur 45. Minute hielt der 13. der DEL mit dem tschechischen Playoff-Finalisten der letzten Saison mit. Zuvor hatte Dobron das 1-0 erzielt, ehe Steiner das 1-1 für die Panther markieren konnte.
Jedoch täuschte das Unentschieden, denn eigentlich waren die Tschechen die ganze Zeit über das bestimmende Team .
Diese Überlegenheit zeigte sich erst im letzten Drittel, als die Stürmer von Karlovy Vary nur 180 Sekunden benötigten um auf 4-1 davon zu ziehen.
Erst verzögerte Reznicek den Abschluss geschickt und überlistete Jimmy Waite in der 45. Spielminute und Melenovsky schloss nur wenige Momente später nach einer wunderbaren Kombination mit dem mitstürmenden Skladany erfolgreich ab und erzielte damit den schönsten Treffer des Spiels.
Die Leistungsexplosion seiner Mannschaft konnte sich Michael Dobron, der zum Best Player von Karlovy Vary gewählt wurde, nach dem Spiel nur so erklären:
“Wir haben viel geschossen und sind auf die Nachschüsse gegangen. Es führte zum Erfolg, dass wir im letzten Drittel einfach mehr Druck machten.”
Pech erzielte in der 58. Minute sogar noch das 5-1 und auch die Ingolstädter durften noch ihren zweites Spengler-Cup Tor durch Seidenberg bejubeln. An der deutlichen Niederlage der Deutschen änderte das aber auch nichts.
Insgesamt enttäuschten die Panther bei ihrem ersten Turnierspiel. Das musste auch Stephan Daschner nach dem Spiel anerkennen:
“Das erste Drittel war ausgeglichen, wir sogar etwas besser, da haben die Karlsbader aber vielleicht auch noch geschlafen. Ab der 30. Minute waren wir nicht mehr genug konsequent. Warum dann gleich eine solche tschechische Torlawine losbrach, ist schwer zu sagen. Vielleicht haben wir uns zu sehr aufgegeben.”
Für Ingolstadt geht es jedoch ohne Verschnaufpause weiter. Morgen wartet bereits Dynamo Moskau, die in ihrem ersten Spiel mit dem Gastgeber aus Davos keine Probleme hatten.
Sollten die Panther auch dieses Spiel verlieren dürfte es schwer werden. Denn gegen Davos und Team Canada kann man nicht unbedingt mit Siegen des DEL-Vertreters rechnen.